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Pannenserie in Fukushima Filter in Atomruine komplett ausgefallen

Drei Filter in der Atomruine von Fukushima sollen verhindern, dass verseuchtes Wasser ins Grundwasser eindringt. Doch die machen ständig schlapp. Nun ist das System erneut komplett ausgefallen.

In der Atomruine von Fukushima ist ein störanfälliges Filtersystem zur Beseitigung von radioaktiven Strahlen erneut ausgefallen. Von den drei Filtervorrichtungen der Anlage sei das einzige bislang funktionierende Gerät wegen eines Defektes ebenfalls ausgefallen, gab der Betreiberkonzern Tepco am Dienstag laut der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press bekannt. Das Filtersystem ALPS (Advanced Liquid Processing System) soll radioaktiv verseuchtes Wasser säubern, das zur Kühlung der vor drei Jahren bei einem Erdbeben und Tsunami zerstörten Reaktoren dient. Die Anlage bereitet jedoch immer wieder Schwierigkeiten.

Erst im März waren zwei der drei Filteranlagen wegen eines Defekts abgeschaltet worden. Damals liefen bei einem Zwischenfall ein halber Liter radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Das sei jedoch aufgefangen worden. Das Filtersystem ALPS (Advanced Liquid Processing System) soll verseuchtes Wasser säubern, das zur Kühlung der vor drei Jahren bei einem Erdbeben und Tsunami zerstörten Reaktoren dient.

Wiedereinstieg in die Kernkraft

Im April hatte die japanische Regierung trotz der massiven Ablehnung in der Bevölkerung den Wiedereinstieg in die Kernkraft beschlossen. Das Kabinett verabschiedete dazu einen Energie-Plan, der drei Jahre nach der Fukushima-Katastrophe den Ausstieg der Vorgängerregierung rückgängig machte. Darin wird die Atomkraft als "wichtige Energiequelle für die Grundversorgung" bezeichnet. Industrieminister Toshimitsu Motegi betonte damals, die Abhängigkeit des Landes von der Atomkraft werde "durch eine Reihe von Maßnahmen" verringert. Konkrete Vorgaben zu den jeweiligen Anteilen im Energiemix macht der Plan nicht. Die Regierung könnte diese in zwei oder drei Jahren festlegen, sagte Motegi.

Japan deckte vor dem Fukushima-Unglück im März 2011 - der größten Atomkatastrophe seit Tschernobyl - knapp ein Drittel seines Energiebedarfs über die Kernkraft. Als Reaktion auf das Desaster beschloss die Regierung der Demokraten den Ausstieg. Allerdings übernahmen die Liberaldemokraten Ende 2012 die Macht. Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Abgeordneten seiner Partei und des Koalitionspartners Neue Komeito monatelang bearbeitet, um ihre Zustimmung zum neuen Energie-Plan zu gewinnen. Die buddhistisch geprägte Komeito lehnt die Kernenergie ganz ab.

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