Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Jura-Studium im Gefängnis 42-Jähriger beweist seine Unschuld

Jabbar Collins kam 1995 für einen Mord, den er nicht begangen hatte, ins Gefängnis. Dort studierte er Jura und erwirkte 2010 seinen Freispruch. Jetzt zahlte der Staat ihm eine hohe Entschädigung.

Fast zwei Jahrzehnte nach seiner unrechtmäßigen Verurteilung wegen Mordes erhält ein Mann aus New York zehn Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro) Entschädigung. Die Summe wurde in einem Vergleich festgelegt, durch den ein Rechtsstreit zwischen dem 42-jährigen Jabbar Collins und der Stadt New York beigelegt wurde, wie Collins' Anwalt mitteilte. Durch eine ähnliche außergerichtliche Einigung hatte Collins zuvor bereits drei Millionen Dollar vom Bundesstaat New York erhalten.

Der Schwarze war im März 1995 im Alter von 21 Jahren zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Manhattan sah es damals als erwiesen an, dass er im Februar 1994 einen Rabbi im Stadtteil Brooklyn getötet hatte. Das Gericht stützte sich hauptsächlich auf Zeugenaussagen. Sie hatten angegeben, Collins' Flucht vom Tatort beobachtet zu haben.

2010 wurde Collins freigesprochen. Er hatte während der Haft Jura studiert und herausgefunden, dass einer der Zeugen seine Aussage noch vor dem Prozess zurückgezogen hatte. Collins' Verteidiger war darüber aber nicht informiert worden. Als Collins noch auf weitere Unregelmäßigkeiten stieß, legte er Beschwerde gegen seine Verurteilung ein. Bundesrichterin Dora Irizarry hob das Urteil schließlich auf und klagte über "beschämendes" Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft.

Im Juni hatten sich bereits fünf schwarze und hispanische Männer, die irrtümlicherweise wegen der Vergewaltigung einer weißen Investmentbankerin im Central Park verurteilt worden waren, mit der Stadt New York auf eine Entschädigung von insgesamt 40 Millionen Dollar geeinigt.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()