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Mysteriöse Krankheitswelle Plötzlich bewusstlos

Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Bewusstlosigkeit: In Kolumbien leiden mehr als 200 Mädchen an einer mysteriösen Krankheit. Die Eltern sind ratlos. Nun gibt es einen besorgniserregenden Verdacht.

Mehr als 200 Mädchen sind in der Kleinstadt El Carmen de Bolivar im Norden Kolumbiens an einer mysteriösen Krankheit erkrankt. Sie leiden an Kopfschmerzen sowie Taubheitsgefühlen in den Händen und verlieren immer wieder das Bewusstsein, wie die Behörden mitteilten. Eltern befürchten nun, es könnte sich um eine allergische Reaktion auf eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs handeln. Alle Mädchen waren in den vergangenen Monaten mit dem Impfstoff Gardasil des amerikanischen Herstellers Merck geimpft worden.

Gesundheitsexperten weisen Spekulationen über den Impfstoff zurück und warnen vor einer Massenhysterie. Die Impfungen seien sicher. Zugleich kritisieren sie die kolumbianischen Medien, weil diese unbegründete Ängste schürten. Gesundheitsminister Alejandro Gaviria verwies darauf, dass bislang 2,9 Millionen Frauen in Kolumbien mit dem Serum geimpft worden seien. Eine Merck-Sprecherin betonte, dass alle Lieferungen für Kolumbien die nötigen Qualitäts- und Sicherheitstandards erfüllt hätten. Nach Aussage des Bürgermeisters von El Carmen de Bolivar, Francisco Vega, traten die ersten Fälle im Mai auf. Seitdem habe es eine stetige Zunahme gegeben.

Allein über das vergangene Wochenende seien 120 Mädchen mit möglichen Symptomen in die Krankenhäuser geströmt und hätten so einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung verursacht. In keinem Fall seien die Symptome lebensbedrohlich gewesen, alle Mädchen seien inzwischen wieder entlassen worden. Blutuntersuchungen sollen nun weiteren Aufschluss über die Krankheit bringen. Ergebnisse werden in etwa einer Woche erwartet.

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