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Kleines Land ganz groß Kuba trumpft im Kampf gegen Ebola auf

Die vereinten Kräfte der westlichen Länder scheinen nicht so recht in Gang zu kommen: Im Kampf gegen Ebola sind längst mehr Helfer von Nöten. Ausgerechnet Kuba stiehlt nun den "Großen" die Show.

165 professionelle Helfer aus Kuba sind bereits in Sierra Leone eingetroffen. Das berichtet die "Washington Post". Sie sollen das westafrikanische Land im Kampf gegen Ebola unterstützen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt diese Helfer-Zahl "das größte ausländische Sanitäterteam überhaupt“. Gestellt ausgerechnet von Kuba, einem kleinen sozialistischen Land mit nur elf Millionen Einwohnern. Und das mitnichten zu den wohlhabenden Staaten zählt.

Schon jetzt also sind die Kubaner Ebola-Hilfe-Weltmeister, bei den 165 Fachleuten soll es aber nicht bleiben. Eine Entsendung von weiteren 296 Ärzten und Krankenpflegern ist geplant. Das medizinische Personal befinden sich gegenwärtig in speziellen Trainingslagern.

Die ersten 91 von ihnen werden am kommenden Dienstag nach Liberia und Guinea aufbrechen, gab Staatschef Raúl Castro in der Hauptstadt Havanna im Rahmen einer Regionalkonferenz zum Thema Ebola bekannt. Bisher ist kein Helfer aufgebrochen, ohne dass Raúl Castro ihm persönlich die Hand geschüttelt hat.

Wie kommt es, dass das sozialistische Land eine so große Zahl an Fachpersonal entbehren kann? Nach der kubanischen Revolution 1959 gab es auf der Insel kaum noch Ärzte. Von den ehemals 6000 floh die Hälfte. Nach der Verstaatlichung des Gesundheitssystems hin zu kostenloser medizinischer Behandlung und der Abschaffung privater Leistungen investierte das Land in die Ausbildung junger Mediziner.

Heute gibt es offiziell 77.000 Ärzte auf Kuba. Das Helfen in Krisengebieten wird schnell zur Tradition: Die ersten Fachleute wurden 1960 nach Chile geschickt, dort wütete kurz zuvor ein Erdbeben. Wie die Süddeutsche.de berichtet, befinden sich zurzeit 50.000 kubanische Experten in 66 Ländern Lateinamerikas, Asien und Afrikas. Nun also einige Hundert mehr - im Einsatz gegen Ebola in Westafrika.

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