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Porsche-Azubi Fristlose Kündigung nach bösem Facebook-Post

Eine bösartige Bemerkung auf Facebook hat einen Porsche-Lehrling den Job gekostet. Sein Kommentar zu einem Flüchtlingsmädchen hatte eine Welle der Empörung ausgelöst.

Es begann alles ganz friedlich: Die Freiwillige Feuerwehr aus dem österreichischen Feldkirchen an der Donau (Kärnten) hatte am vergangenen Sonntag ein besonderes Willkommens-Event für die Flüchtlinge im Ort geplant. Für die neuen 78 Asylbewerber gab es bei 36 Grad Sommerhitze Wasserduschen mit Löschfahrzeugen.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde, Franz Allerstorfer, unterstützte die Idee der Feuerwehr. Neben den Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan kamen auch österreichische Bürger, um die Asylbewerber willkommen zu heißen. Angesichts der prekären Flüchtlingslage eine landesweit aufsehenerregende Veranstaltung.

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So berichtete auch ein österreichischer Radiosender über die Veranstaltung und postete Fotos davon bei Facebook. Unter anderem das der sechsjährigen Dunja aus Syrien. Tausenden User gefiel das Foto des niedlichen Mädchens unter der erfrischenden Wasserdusche, und sie begrüßten die Aktion.

"Dieser Vorfall hat uns zum Handeln gezwungen"

Doch ein Post sorgt danach für Aufruhr: Ein Kfz-Techniker-Lehrling schrieb darunter: "Flammenwerfer währe (sic!) da die bessere Lösung". Das berichtet der "Kurier" aus Österreich. Der Kommentar zog ernste Konsequenzen für den jungen Mann nach sich. Unzählige Facebook-Nutzer meldeten ihn als rassistisch - und schrieben an den Arbeitgeber des Nutzers: das Porsche-Autohaus im oberösterreichischen Wels.

"Wir bedauern den Kommentar unseres Mitarbeiters. Weitere Schritte werden eingeleitet", hieß es in einer ersten Stellungnahme von Porsche. Später bestätigt Richard Mieling, Sprecher der Porsche Holding auf Anfrage des "Kurier", dass dem Lehrling inzwischen gekündigt wurde. "Der Lehrvertrag wurde mit sofortiger Wirkung vorzeitig beendet. Wir lehnen jegliche Art der Diskriminierung strikt ab. Dieser Vorfall hat uns daher zum Handeln gezwungen."

"So was meint man nicht ernst"

Auch der nun Ex-Lehrling meldete sich erneut zu Wort, diesmal jedoch sehr einsichtig. "Ich entschuldige mich für meine gestrige Aussage die für viel Aufregung gesorgt hat. Es war ein großer Fehler und ich werde mich ab sofort davon distanzieren. Es tut mir wirklich äußerst leid, und ich hoffe, jeder sollte wissen, dass man so etwas sicher nicht ernst meint", hieß es in seinem Kommentar, den er wieder auf der Seite des Radiosenders hinterließ. Zu spät, denn seinen Vertrag bekommt er nicht zurück.

In Österreich gibt es derzeit große Diskussionen um die Flüchtlingsproblematik. Viele der Asylbewerber sind obdachlos, weil es zu wenig Unterkünfte gibt. Andere leben in überfüllten Erstaufnahmestellen wie im niederösterreichischen Traiskirchen. Dort waren in der Nacht zum Freitag mehr als 300 Asylwerber in eine Schlägerei verwickelt. Angesichts dessen hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner die aufgebrachten Bürger zu Besonnenheit aufgerufen.

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