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ARD-Talkshow Günther Jauch sagt Danke und Adieu

Selbst sein Gast Wolfgang Schäuble könne ihn "nicht verführen, diese Sendung zwei Jahre weiterzuführen:" Günther Jauch hat zum letzten Mal seine Talkshow im Berliner Gasometer moderiert.

"Danke und auf Wiedersehen": Mit diesen Worten hat sich Günther Jauch nach viereinhalb Jahren als Talkmaster der ARD von seinem Publikum verabschiedet. In der letzten Ausgabe der an den Zuschauerzahlen gemessen erfolgreichsten Talkshow in Deutschland führte Jauch ein Einzelinterview mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Schäuble bestritt nach seiner umstrittenen Bezeichnung der hohen Flüchtlingszahlen als "Lawine", in Opposition zur Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu stehen. Er sehe es wie Merkel, dass dieses Problem nicht auf nationaler, sondern nur auf europäischer Ebene zu lösen sei. Er sei loyal. Merkels Politik zur Bewältigung der Flüchtlingskrise habe er immer unterstützt, betonte der Finanzminister.

Motivation Kanzlerschaft?

Gleichzeitig griff Schäuble EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) scharf an, weil dieser ihm wegen seiner Euro-Rettungspolitik im Nachrichtenmagazin "Spiegel" eine Mitschuld an einer Entsolidarisierung in Europa gegeben hatte. Der EU-Parlamentspräsident müsse darauf achten, dass er auch ernst genommen werden könne, sagte Schäuble. Manche würden ja sagen, Schulz gehe es bei seinen Äußerungen vor allem um eigene Ambitionen in der Bundespolitik. Damit spielte Schäuble wohl auch darauf an, dass Schulz als möglicher Anwärter auf die SPD-Kanzlerkandidatur gehandelt wird.

Schäuble antwortete Jauch auf alle Fragen zu seiner Person und aktuellen Themen, kritisierte aber auch die Fragenauswahl Jauchs, der "immer dieselben Themen" zur Sprache bringe. Die Kritik bezog sich auf Schäubles angebliche Enttäuschung, 2004 nicht an Stelle von Horst Köhler Bundespräsident geworden zu sein. "Ich bin doch so froh, ich mache so gerne Politik", sagte Schäuble.

„Sie können mich nicht verführen“
Günter Jauch

Keine Antwort wollte Schäuble aber darauf geben, ob er sich nach der Bundestagswahl 2017 womöglich zurückziehen will. Er bot Jauch stattdessen an, ihm in zwei Jahren die Frage zu beantworten - Jauch ließ sich darauf aber nicht ein: "Sie können mich jedenfalls nicht verführen, diese Sendung zwei Jahre weiterzuführen."

Trotz seiner hohen Zuschauerzahlen stand der vor allem mit der RTL-Rateshow "Wer wird Millionär?" erfolgreiche Jauch sowohl öffentlich als auch innerhalb der ARD wegen seiner Gesprächsführung in der Kritik. Aus privaten und beruflichen Gründen hatte Jauch im Juni seinen Rückzug angekündigt. Seine Nachfolgerin wird im Januar Anne Will, die auch schon vor ihm am Sonntagabend den ARD-Talk führte und derzeit am späten Mittwochabend auf Sendung geht. 

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