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S-Bahn München Fahrgast von Jugendlichen zu Tode geprügelt

Ein Mann wollte in einer S-Bahn in München einen Streit unter Jugendlichen schlichten. Dabei geriet er selbst zwischen die Fronten. Der Mann wurde brutal zusammengeschlagen und starb.

In einem Münchner S-Bahnhof ist ein 50-jähriger Mann von Jugendlichen zu Tode geprügelt worden. Der Mann sei am Samstag in der S-Bahn dazwischengegangen, als zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren eine Gruppe jüngerer Jugendlicher bedrohten, sagte ein Sprecher der Polizei. Am Bahnhof Solln seien alle Beteiligten ausgestiegen, "die beiden Jugendlichen gingen auf den 50-jährigen Mann los und schlugen auf ihn ein."

Der Mann sei durch den Angriff zu Boden gegangen, berichtete der Sprecher der Münchner Polizei, Andreas Ruch. Er sei mit dem Kopf aufgeschlagen und "hat sich nicht mehr gerührt". Der von Augenzeugen schnell alarmierte Notdienst und später die Ärzte im Krankenhaus hätten den 50-Jährigen nicht retten können. Er starb am Abend im Krankenhaus.

Die beiden Täter ergriffen den Angaben zufolge die Flucht, als sie sahen, dass ihr Opfer sich nicht mehr bewegte. Sie rannten über die Bahngleise davon. Als Polizisten die Strecke nach der Tat absuchten, hörten sie laut Ruch auf einmal Geräusche aus einem Gebüsch. Weil auf mündliche Aufforderungen zum Herauskommen niemand reagiert habe, zwangen die Beamten den Angaben zufolge die beiden Jugendlichen mit vorgehaltener Waffe zum Verlassen ihres Verstecks. Die beiden wurden festgenommen, gegen sie ermittelt die Mordkommission.

Bei dem Streit in der S-Bahn ging es den Angaben zufolge um Geld. Die beiden Täter drohten den jüngeren Jugendlichen mit Schlägen, wenn sie nicht ihr Geld herausrücken würden.

Der Tod des 50-Jährigen erinnert an einen ähnlichen Vorfall in München Ende 2007. Damals schlugen zwei Jugendliche auf einen 76-jährigen Rentner ein, nachdem dieser einen von ihnen aufgefordert hatte, seine Zigarette in der U-Bahn wieder auszumachen. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt, die beiden Täter wurden im Juli 2008 zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

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