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Bilanz der Silvesternacht Feuerwerks-Rakete reißt junger Frau den Fuß ab

In Berlin werden zwei Menschen von der U-Bahn überrollt, in Hamburg brennt ein Seniorenheim aus - und in Datteln feuert eine Feuerwerksbatterie in die Menge. So lief die Silvesternacht in Deutschland.

Datteln: Rakete reißt Hotelangestellter den Fuß ab

Bei einer Silvesterparty in einem Landhotel am Nordrand des Ruhrgebiets sind 29 Menschen durch Feuerwerk verletzt worden, 15 von ihnen schwer. Eine Feuerwerksbatterie stürzte um und feuerte in eine Menschenmenge, wie ein Polizeisprecher sagte. Mehrere schwer verletzte Gäste wurden ins Krankenhaus gebracht.

Bei der Feier in dem Landhotel in Datteln hatten sich 300 bis 400 Menschen versammelt. Neben dem vom Veranstalter geplanten Feuerwerk hätten auch Gäste Feuerwerksbatterien mitgebracht - eine davon sei nach der Zündung umgefallen und habe die Verletzungen verursacht.

Einer 24-jährigen Frau musste laut Polizei wegen der schweren Verletzung ein Fuß amputiert werden. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Ein Sprecher der Polizei sagte, es habe sich um illegale Böller gehandelt. Vermutlich war das Feuerwerk in Tschechien gekauft worden.

Berlin: Polizisten mit Böllern beworfen

Die Berliner Feuerwehr ist an Silvester und in der Nacht zu Neujahr mehr als 1500 Mal ausgerückt. Das waren etwa 200 mehr Einsätze als beim vergangenen Jahreswechsel, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mitteilte. Zu Beginn des Jahres 2014 sei dagegen mehr los gewesen. In 432 Fällen handelte es sich um Brände. Häufig habe es auf Balkonen gebrannt – wahrscheinlich ausgelöst durch Silvesterraketen. Besonders schlimme Brände habe es in der Nacht nicht gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Auch zu Unfällen mit Böllern wurden die Helfer wiederholt gerufen. Bei der Feier am Brandenburger Tor zählte die Feuerwehr 169 Hilfeleistungen. 27 Besucher mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Einige Male wurden die Einsatzkräfte mit Böllern beworfen. Beim Kurznachrichtendienst Twitter schrieb die Feuerwehr in der Nacht: "Und wieder werden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik attackiert! Gefährlich! Lasst das! Bitte!". Dabei seien allerdings keine Feuerwehrleute verletzt worden, sagte der Sprecher.

Allerdings erlitt eine Polizistin eine Brandverletzung am Arm, als sie und ihre Kollegen in Schöneberg mit Raketen beschossen wurden. Die Feuerwerkskörper wurden kurz nach Mitternacht aus einer Gruppe von rund 50 Menschen heraus abgefeuert, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Die Polizistin stand demnach an einem Einsatzwagen und wurde getroffen. Sie musste behandelt werden, war aber nicht schwer verletzt. Niemand wurde festgenommen. Ein Strafverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs wurde eingeleitet.

 

Berlin: Zwei Menschen von U-Bahnen überrollt und getötet

In Berlin sind in der Silvesternacht zwei Menschen von U-Bahnen überrollt worden und gestorben. Es passierte nahezu zeitgleich gegen 4.00 Uhr am Freitag an den U-Bahnhöfen Kaulsdorf-Nord in Hellersdorf und Scharnweberstraße in Reinickendorf, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Zusammenhang bestehe aber nicht. Es handle sich offenbar um Unfälle. Näheres war zunächst nicht bekannt.

Hamburg: 91 Bewohner aus brennenden Altenheim gerettet

Rund 1000 Einsätze hat die Hamburger Feuerwehr in der Silvesternacht absolviert. Bei jedem vierten Einsatz rückte die Feuerwehr aus, um Brände zu löschen, wie ein Sprecher mitteilte. Überwiegend seien jedoch Rettungseinsätze notwendig gewesen. Auslöser waren häufig Feuerwerkskörper.

Ein 55-Jähriger verletzte sich bereits am Donnerstagnachmittag beim Zünden eines Böllers so schwer, dass Teile seiner Finger amputiert wurden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt wurden mehr als 70 Menschen durch Feuerwerk verletzt.

Ein Altenheim in Altona war vermutlich durch eine Rakete in Brand geraten – 91 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Drei Menschen erlitten leichte Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Sieben Wohnungen im obersten Stockwerk sind nach den Löscharbeiten unbewohnbar.

Ruppertshofen: Feuer in Flüchtlingsunterkunft für Kinder

In einer Flüchtlingsunterkunft für Kinder und Jugendliche in Ruppertshofen (Baden-Württemberg) hat es am frühen Neujahrsmorgen gebrannt. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Brandursache war zunächst völlig unklar. Das durch den Brand stark beschädigte Gebäude dient als Unterbringung für zehn alleinreisende Flüchtlinge, die nicht volljährig sind. Gegen 3.30 Uhr hatte ein Betreuer den Brand entdeckt und Alarm ausgelöst. Alle Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen.

Das als Garagenbrand gemeldete Feuer griff den Angaben zufolge schnell auf einen Anbau über, in dem sich die Schlaf- und Aufenthaltsräume befinden. Bevor die Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte, war ein Teil des Dachstuhles weitgehend abgebrannt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Niddatal: Ein Mensch bei Brand in Mehrfamilienhaus getötet

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Niddatal (Wetteraukreis) ist am Freitagmorgen ein Mensch ums Leben gekommen. Die Polizei vermutete, dass es sich um den Mann aus der Wohnung handelt. Mehrere Menschen wurden gerettet.

Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher ging davon aus, dass Feuerwerkskörper vermutlich keine Rolle spielen.

Mainburg: Wohnung brennt aus

Beim Brand eines Wohnhauses in Mainburg (Landkreis Kehlheim) ist in der Silvesternacht ein Schaden von rund 300.000 Euro Schaden entstanden. Drei Menschen wurden leicht verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, hatten Bewohner des Hauses kurz nach Mitternacht die Flammen im Dachgeschoss des Gebäudes entdeckt. Wahrscheinliche Brandursache seien Feuerwerkskörper.

Beelitz: Brand in Keller – acht Menschen im Krankenhaus

Acht Menschen sind in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) mit Verdacht auf Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gekommen. Im Keller ihres Mehrfamilienhauses brannte es aus zunächst unbekannter Ursache in der Silvesternacht, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Qualm zog hoch und mehrere Wohnungen mussten geräumt werden. Die Verletzungen waren dem Sprecher zufolge nicht schwer. Wie viel Schaden entstand, war zunächst unklar.

Karlsruhe: Fußgänger auf A5 von mehreren Autos überfahren

Auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe ist in der Silvesternacht ein Mann mehrfach überfahren worden. Wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilte, habe ein 46-Jähriger aus Wassertrüdingen die Autobahn überquert. Dabei sei er von dem Auto eines 45-jährigen Mannes aus Baden-Baden erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert worden. Danach wurde der Mann noch von zwei weiteren Autos überrollt.

Der 46-Jährige wurde dabei tödlich verletzt. Warum er die Autobahn zu Fuß überquerte, war zunächst unklar. Die A5 war zwischen Karlsruhe-Süd und Rastatt-Nord mehrere Stunden lang gesperrt.

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