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Tatort "Fegefeuer" Für Til Schweiger "ein Stück Fernsehgeschichte"

"Atemlos, viril, kompromisslos": Til Schweiger hat Kritikern im Netz in einem Fan-Brief an seinen "Tatort"-Regisseur die Stirn geboten. Ursprünglich sollte der Krimi noch krasser sein.

Die ARD hat angesichts der aktuellen Terrorgefahr Pläne für den am Sonntag ausgestrahlten "Tatort" kurzfristig verworfen. Ursprünglich hatte ohne den Krimi-Vorspann unmittelbar nach der "Tagesschau" um 20.15 Uhr eine Geiselnahme im Nachrichtenstudio gezeigt werden sollen, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Doch die Szene mit "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers wurde dann in den Krimi integriert. "Nach den Anschlägen von Paris war die Idee nicht mehr vertretbar", sagte eine NDR-Sprecherin.

Man habe die Zuschauer nicht verunsichern wollen. "Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den 'Tatort' wie gewohnt mit Vorspann zu zeigen", sagte die Sprecherin. Wie die Zeitung berichtete, hatte ursprünglich die später im Krimi zu sehende Rakers auch die Sonntag-Ausgabe der 20-Uhr-"Tagesschau" sprechen sollen. Statt ihrer habe jedoch Jan Hofer die Sendung übernommen.

Die "Tatort"-Doppelfolge mit Til Schweiger als Hamburger Kommissar Nick Tschiller hatte bereits für den 22. und 29. November auf dem Programm gestanden, war aber unmittelbar nach den Terroranschlägen von Paris verschoben worden. Der NDR begründete das damals mit "Respekt vor den Opfern". Nun wurden am 1. Januar die Folge "Der große Schmerz" und am 3. Januar "Fegefeuer" gesendet.

Til Schweiger stichelt gegen "Tatort"-Kritiker

Schweiger hält seine neue "Tatort"-Folge nach eigenen Worten für bahnbrechend – und die Kritiker für ahnungslos. Der Filmemacher und Kommissar-Darsteller veröffentlichte nach der Ausstrahlung bei Facebook eine Art Verehrerbrief an den Regisseur des TV-Krimis, Christian Alvart.

Christian Alvart- was hast du gemacht?! Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Fernsehgeschichte geschaffen!...

Posted by Til Schweiger on Sunday, 3 January 2016
 

Darin attestiert Schweiger ihm, mit der am Sonntag ausgestrahlten Folge "ein Stück deutsche Fernsehgeschichte" geschaffen zu haben: "Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für das schmale Geld.....andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken."

Über die Kritiker schrieb Schweiger: "Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind!" Er, Schweiger, habe viel mehr Ahnung von Filmkunst als die meisten "Trottel", die darüber schrieben. Bei Facebook erhielt der Post neben mehreren Hundert Likes auch zahlreiche kritische Kommentare.

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