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Kinderausgabe der "Apotheken Umschau" Netz läuft Sturm gegen "medizini"

Das Kindermagazin der "Apotheken Umschau" ist normalerweise voller Bilderrätsel und Poster. Ein Quiz in der Januar-Ausgabe sorgt für Entrüstung. Der Verlag versucht die Wogen zu glätten.

Das Magazin "medizini" ist die Kinderausgabe der "Apotheken Umschau". Beide Publikationen liegen in vielen Apotheken aus. "medizini", das "begehrte Postermagazin", richtet sich an Fünf- bis Zwölfjährige, heißt es auf der Webseite des Herausgebers "Wort- und Bildverlag". Normalerweise enthält "medizini" Bastelanleitungen, Bilderrätsel und Tierposter. 

Doch die Januarausgabe sorgt nun für mächtig Ärger. Denn darin ist ein Psychotest, der Kinder auf die Gefahr von Essstörungen aufmerksam machen soll. "Stell dir vor, du hättest in letzter Zeit ganz schön zugelegt", beginnt der Figurtest, der die Apothekerin Ann-Katrin Kossendey-Koch auf die Palme brachte.

Figur-Ratschläge für Kinder

"Ich weigere mich, so einen Test an kleine Kinder abzugeben," schrieb Kossendey-Koch in einem Facebook-Posting. Das Thema an sich bemängelt sie zwar nicht, aber die Herangehensweise sei für sie nicht akzeptabel. Das Quiz, das sieben Fragen umfasst, teilt Leser in drei Gruppen ein. Wer scheinbar zu locker mit seinem Körpergewicht umgehe, erhält demnach den Rat, "trotzdem etwas auf (seine) Figur (zu achten)" – sonst könne es passieren, dass man "eines Tages zu dick (wird)".

Lieber Wort- und Bildverlag, da hast Du gestern mit Deinem Jahrhundert-Tweet soviel Lob eingefahren und heute kommt es...

Posted by Kossendeys Gesundheitshaus on Mittwoch, 30. Dezember 2015
 

Thema Gewicht hat zu viel Raum

Kossendey-Koch fragt, wie ein Kindermagazin diesem Thema so viel Raum geben kann. Kinder sollten sich in diesem Alter nicht mit dem Abnehmen beschäftigen oder sich um die Meinung anderer kümmern.

Verstärkt werde dieser Test durch das Foto eines zweifelnden Mädchens (siehe Bild). Die "Suggestivfragen" ärgerte die Apothekerin so sehr, dass sie die Ausgaben an den Verlag zurückschickte. Ihre Kollegen forderte sie dazu auf, es ihr gleich zu tun. 

Die Welle der Empörung erreichte den Verlag, der sich schließlich zu Wort meldete. Mit einer derartigen Reaktion habe man nicht gerechnet. Das Thema richte sich nicht an Kindergartenkinder oder Schulanfänger, vielmehr sei die Ausgabe eher für Teenager und ihre Eltern gedacht. Aus Erfahrung wüsste die Verlagsredaktion, dass die betreffenden Seiten von jüngeren Kindern kaum genutzt werden.

Für die Netzgemeinde scheint das keine hinreichende Erklärung zu sein. "Es ist wichtig, Kinder für eine gesunde Ernährung zu sensibilisieren, aber nicht für ihre Figur. Da gibt es einen Riesenunterschied!", zitiert die "Deutsche Apotheker Zeitung" eine Leserin.

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