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Zu nackt! Facebook sperrt Foto von Kleiner Meerjungfrau

Facebook verärgert die Dänen: Wegen "zu viel nackter Haut" hat das Netzwerk ein Foto der Kleinen Meerjungfrau gesperrt. Die Skulptur am Ufer von Kopenhagen gilt als nationales Wahrzeichen.

Sie wurde zersägt, besprüht, geklaut und einmal sogar mit Sprengstoff attackiert: Die Bronzefigur der Kleinen Meerjungfrau musste viel erleiden, seitdem sie 1913 auf einem Fels an der Uferpromenade von Kopenhagen aufgestellt wurde. Geschaffen von Edvard Eriksen nach Vorbild des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen, gilt sie als Sinnbild aufopfernder, unendlicher Liebe. Und als Kunstwerk von Weltrang.

Allerdings nicht, wenn es nach dem Online-Netzwerk Facebook geht. Für die Amerikaner ist die Kleine Meerjungfrau nur eins: nackt. Und das ein Verstoß gegen Gemeinschaftsstandards und Sittlichkeit.

Vergleichbar mit Kinderpornografie?

Auslöser war ein Post von Dänemarks Ex-Landwirtschaftsministerin Mette Gjerskov. Einem Bericht der Tageszeitung "Ekstrabladet" zufolge, hatte die Sozialdemokratin am vergangenen Wochenende versucht, auf ihrer Facebook-Seite einen Hinweis auf einen neuen Blogeintrag hochzuladen, bei dem ein Foto der Statue gezeigt wurde.

Der Post wurde von dem Netzwerk jedoch umgehend gesperrt. Die Begründung: Das Foto zeige "zu viel nackte Haut" beziehungsweise beinhalte "sexuelle Untertöne". Und dies, so heißt es in den Gemeinschaftsstandards, könnte "einige Zielgruppen in unserer globalen Gemeinschaft" verstören.

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Irritiert reagierte vor allem Gjerskov. "Facebook hat die Kleine Meerjungfrau verboten, weil sie nicht angezogen ist", schrieb sie auf Twitter und fügte einen Screenshot der Benachrichtigung hinzu.

Auch auf Facebook machte Gjerskov ihrem Ärger Luft. "Ich hätte nie erwartet, dass einer unserer Nationalschätze in eine Kategorie mit Kinderpornografie eingestuft werden könnte", zürnte sie.

https://twitter.com/MetteGjerskov/status/683391471928643584/photo/1?ref_src=twsrc^tfw
 

Einen Tag später war der Spuk jedoch schon wieder vorbei: Facebook veröffentlichte den Post nachträglich, inklusive Foto. Vielleicht hatte man in den eigenen Richtlinien nachgelesen. Dort ist unter Ausnahmen festgelegt, dass neben Fotos stillender Frauen auch "Fotos von Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstformen erlaubt (sind), die nackte Figuren zeigen".

Ein ungetrübter Sieg war es für Gjerskov trotzdem nicht. Der Fernsehsender TV2, für den die Politikerin bloggt, musste das Foto der Kleinen Meerjungfrau von seiner eigenen Website entfernen. Angeblich gab es Probleme mit den Bildrechten.

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