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Ermittlungen nach Übergriffen in Köln Weiteres Vergewaltigungsopfer meldet sich

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat die Kölner Polizei drei Verdächtige ermittelt. Zudem ist ein weiterer Fall von Vergewaltigung bekannt geworden.

Die Polizei hat nach den massiven Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof drei Verdächtige ermittelt. Anders als zunächst von der Nachrichtenagentur DPA gemeldet, gebe es aber noch keine Festnahmen, so NRW-Innenminister Ralf Jäger. Details wollte er mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Unterdessen erstattete offenbar eine weitere Frau Anzeige wegen Vergewaltigung. "Wir haben 90 Anzeigen, darunter sind zwei Anzeigen, in denen ein Tatbestand der Vergewaltigung angezeigt worden ist", sagte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers dem Radiosender WDR 5.

Die Kölner Polizei und die für den Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei müssten erklären, wie es zu den Übergriffen kommen konnte, sagte Jäger weiter. Er erwarte noch in dieser Woche einen "sehr detaillierten Bericht". Zudem müssten Ermittlungen und Strafverfolgung konsequent vorangetrieben werden. Auch dürften sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

Zur massiven Kritik von Bundesinnenminister Thomas De Maiziere an dem Polizeieinsatz in Köln sagte Jäger, es sei eine "Frage des Stils", ob man einen Einsatz beurteile, bevor dieser im Detail dokumentiert sei. Auch liege die Verantwortung bei der gesamten Polizei in Köln - und damit auch bei der Bundespolizei. Die "gesamte Behörde" müsse darlegen, wie es dazu kommen konnte, das Frauen massiv angegangen worden seien.

Zahl der Anzeigen steigt weiter

In der Silvesternacht hatten sich nach Polizeiangaben Gruppen von insgesamt rund 1000 Männern auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt, viele aggressiv und betrunken. Aus den Gruppen heraus seien Frauen massiv sexuell bedrängt, bedroht und bestohlen worden. Zeugen zufolge sahen Verdächtige nordafrikanisch oder arabisch aus.

Die Zahl der Strafanzeigen war bis Mittwoch weiter gestiegen. Die Polizei hatte zuletzt wiederholt darum gebeten, dass sich weitere mögliche Opfer der Straftaten in der Silvesternacht melden. Nach den massiven sexuellen Übergriffen und Raubstraftaten hatte die Kölner Polizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Zu den Tätern war zunächst nur bekannt, dass diese laut Augenzeugenberichten nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen sein sollen.

Auch in Hamburg hatte es in der Silvesternacht Übergriffe auf Frauen und Diebstähle gegeben. Bis zum Dienstag gingen in der Hansestadt nach Polizeiangaben 27 Strafanzeigen wegen der Vorfälle auf der Reeperbahn ein. Laut Polizei lagen rund 50 Hinweise vor, die derzeit ausgewertet werden. Auch in Hamburg bat die Polizei darum, dass sich mögliche weitere Opfer und Zeugen bei den Ermittlern melden.

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