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Schockierendes Protokoll der Silvesternacht Der geheime Einsatzbericht der Kölner Polizei

Ein dramatisches Polizei-Protokoll aus der Kölner Silvesternacht verdeutlicht das Chaos rund um die sexuellen Übergriffe. Erschütternd: Die Verzweiflung der Opfer und die Respektlosigkeit der Täter.

Der "Bild"-Zeitung liegt ein internes Einsatz-Protokoll eines leitenden Polizisten in der Kölner Silvesternacht vor. Die Schilderungen vom Areal im und um den Hauptbahnhof verdeutlichen das Ausmaß des Chaos, das in dieser Nacht geherrscht haben muss. Während Innenminister Thomas de Maizière der Kölner Polizei Passivität vorgeworfen hat, entsteht beim Lesen des Erfahrungsberichts eher der Eindruck der völligen Überforderung angesichts der Gesamtsituation – zu wenige Einsatzkräfte, zu viele parallel ablaufende Straftaten.

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Besonders erschütternd ist das Bild der Verzweiflung der Opfer der sexuellen Übergriffe, das in dem Bericht gezeichnet wird. Schon bei der Anfahrt zur Dienststelle am Hauptbahnhof Köln seien die Einsatzkräfte "von aufgeregten Bürgern mit weinenden und unter Schock stehenden Kindern über die Zustände im und um den Bahnhof informiert" worden. Am Vorplatz und der Domtreppe hätten sich "einige Tausend, meist männliche Personen mit Migrationshintergrund", befunden, die Feuerwerkskörper jeglicher Art und Flaschen wahllos in die Menschenmenge feuerten beziehungsweise warfen.

Gegen 22.45 Uhr verschärfte sich die Situation am Bahnhofsvorplatz offenbar noch weiter: "Frauen mit Begleitung oder ohne durchliefen einen im wahrsten Sinne 'Spießrutenlauf' durch die stark alkoholisierten Männermassen, wie man es nicht beschreiben kann".

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Während der Räumung des Bereichs der Domtreppe über den Bahnhofsvorplatz in Richtung Dompropst-Ketzer-Str. zwischen 23.30 Uhr und 0.15 Uhr seien die Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Flaschen beworfen worden. Und auch beim weiteren Einsatz sei es immer wieder zu gewalttätigen Angriffen von einzelnen oder Personengruppen gekommen.

Polizei "an der Grenze zur Frustration"

Besonders deutlich wird die Überforderung der polizeilichen Einsatzkräfte in der folgenden Passage: "Die Einsatzkräfte konnten nicht allen Ereignissen, Übergriffen, Straftaten usw. Herr werden, dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit", heißt es in dem Bericht. Zu Spitzenzeiten sei es den Beamten nicht möglich gewesen, alle Strafanzeigen aufzunehmen. Zahlreiche weinende und schockierte Frauen und Mädchen hätten sich an die Beamten gewandt und sexuelle Übergriffe durch mehrere männliche Migranten geschildert.

Hinzu kommt, dass die Einsatzkräfte bei der Wahrnehmung von Hilferufen am Einschreiten gehindert worden seien. Herumstehende, etwaige Mitglieder, hätten durch Massenbildung ein durchkommen zu den Betreffenden verhindert. Geschädigte und Zeugen seien bei Identifizierung des Täters bedroht und verfolgt worden. Angesichts dieser Hilflosigkeit sei das Personal "an die Grenze zur Frustration" gekommen.

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Auch auf Zurechtweisungen und Platzverweise hätten die Gruppen mit Ignoranz oder respektlosen Bemerkungen wie "Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen." reagiert. Insgesamt schildert der Verfasser des Berichts eine Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften, "wie ich sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt habe".

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