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Übergriffe auf Frauen in Köln Inzwischen mehr als 500 Strafanzeigen

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen zu Silvester in Köln haben inzwischen mehr als 500 Betroffene Anzeige erstattet. Bei einem großen Teil der Anzeigen geht es um Sexualdelikte.

Nach den Vorfällen an Silvester am Kölner Bahnhofsvorplatz ist die Zahl der Strafanzeigen weiter gestiegen. Inzwischen seien es 516, teilte die Polizei der Domstadt mit. In etwa 40 Prozent der Fälle werde unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Zuletzt war die Zahl am Samstag mit 379 angegeben worden. Am Freitag lag sie noch bei 170.

Die Polizei erklärte am Samstag den starken Anstieg mit den personellen Aufstockungen der Ermittlungsgruppe "Neujahr", so sei es möglich gewesen, schneller die Informationen anderer Dienststellen auszuwerten. So wurden viele Anzeigen zu den Ereignissen in Köln in anderen Dienststellen gestellt.

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen. Zahlreiche Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

Die Ermittler konzentrierten sich auf Personen aus nordafrikanischen Ländern. Die Bundespolizei, die auf dem Bahnhofsgelände zuständig ist, hatte bis Freitagnachmittag 32 Tatverdächtige identifiziert. Darunter sind neun algerische, acht marokkanische, fünf iranische, vier syrische, ein irakischer, ein serbischer, ein US-amerikanischer sowie drei deutsche Staatsangehörige. 22 von ihnen seien Asylbewerber. Bis Freitagnachmittag seien 76 Straftaten festgestellt, darunter in sieben Fällen "sexuelle Nötigung".

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