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Absage des Rosenmontagszuges Rheinberg will jetzt Karneval mit Flüchtlingen feiern

Nach der Absage des Rosenmontagsumzuges will Rheinberg jetzt doch Karneval feiern. Flüchtlinge, so heißt es von den Veranstaltern, seien auch eingeladen.

Nach der Absage des Rosenmontagsumzugs, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hat, haben die Karnevalisten aus Rheinberg (Stadtteil Orsoy) jetzt ihre Pläne für eine Ersatzfeier angekündigt. Wie die Rheinische Post berichtet, wolle man ab 11.11 Uhr eine Karnevalsparty im Zelt feiern. Der Präsident des 1. Orsoyer Karnevals-Komitees, Paul van Holt, sagte gegenüber dem Blatt.: "Keine ,Jetzt-erst-recht-Party', wie wir es als erste Reaktion gesagt haben, sondern einfach eine schöne bunte Party in unserem Zelt."

Die Karnevalisten hatten den Zug abgesagt, weil die Stadt Rheinberg ein Sicherheitskonzept gefordert hatte. Ein Sprecher der nordrhein-westfälischen Stadt hatte erklärt, man könne nicht ausschließen, dass die im Stadtteil Orsoy lebenden Flüchtlinge den Umzug besuchen und es zu Vorfällen wie in der Silvesternacht in Köln komme. In einer Flüchtlingsunterkunft in Orsoy sind mehrere Hundert Asylsuchende untergebracht, darunter auch zahlreiche Nordafrikaner.

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Dem kleinen Karnevalsverein von Orsoy reichte die Zeit bis Rosenmontag nicht, um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen. "Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden, den Zug abzusagen", erklarte van Holt. Außerdem sagte er: "Unser Verein distanziert sich aufs Schärfste von jeder Form der Fremdenfeindlichkeit." Man habe kein Problem mit der Flüchtlingsunterkunft oder den Bewohnern.

In Orsoy befindet sich eine der zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen. Grund für die Stadt Rheinberg, ein Sicherheitskonzept zu verlangen, war neben der Flüchtlingssituation die Verlegung des Zugs vom Karnevalssonntag auf Rosenmontag. Rheinberg rechne daher mit deutlich mehr als den üblichen 2500 Besuchern, darunter "Problemgruppen" aus anderen Orten, wie es hieß.

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