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Tödlicher Angriff in Berliner U-Bahnhof Die Wahnsinnstat, die keiner erklären kann

Es ist ein Tod, der nicht nur Berlin erschüttert. Wie aus dem Nichts wird eine junge Frau in Berlin vor eine U-Bahn gestoßen und überrollt. Was trieb den 28-Jährigen zu seiner Wahnsinnstat?

Gegen den Angreifer, der in Berlin eine 20-Jährige vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen hatte, wird wegen Mordes ermittelt. Der 28-Jährige, der in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wurde, habe sich bislang nicht zu der Tat geäußert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Ein Gutachter müsse feststellen, ob der Mann schuldfähig sei oder nicht.

Der Tod der jungen Frau erschüttert die Berliner weiter. Ein bewegender Abschiedsbrief von der Mutter und der Schwester des Opfers hing auf einem Bahnsteig der U-Bahnstation Ernst-Reuter-Platz, wo es am Dienstagabend zu der Gewaltattacke gegen die Fremde gekommen war. Das Opfer wurde von dem Zug überrollt und starb. "Du warst und bist mein ein und alles, mein Baby meine Große meine Beste und meine Schönste. ...Für dich wäre ich bis ans Lebensende gegangen", schrieb die Mutter.

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Auch die Schwester gab ihrem Schmerz Ausdruck: "Du fehlst mir so, ich werde dich nie vergessen." Nach einem Online-Bericht der Zeitung "B.Z." wurde die junge Frau auf dem islamischen Gräberfeld des Zwölf-Apostel-Friedhofs in Schöneberg beigesetzt.

Der 28-jährige Angreifer, der kurz zuvor aus Hamburg nach Berlin gekommen war, wurde noch am Bahnsteig festgenommen. Fahrgäste hielten ihn fest, bis die Polizei kam. Laut Staatsanwaltschaft soll der Verdächtige an einer schizophrenen Erkrankung leiden. Eine Blutprobe nach dem Angriff ergab keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen. Der in Hamburg geborene Mann war in seiner Heimatstadt laut Berliner Staatsanwaltschaft schon vor Jahren zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes verurteilt worden.

"Bin gleich zu Hause. Ich liebe Dich"

Nach Informationen der Zeitungen "Bild" und "B.Z." meldete sich die junge Frau noch kurz vor ihrem Tod per SMS bei der Mutter mit den Worten: "Bin gleich zu Hause. Ich liebe Dich." Die fassungslose Mutter sagte den Zeitungen: "Es hätte jeden treffen können."

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Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft hatte das Opfer, eine Deutsch-Schwedin, ihr Abitur in Deutschland gemacht. Die schwedische Boulevardzeitung "Expressen" berichtete, dass Amanda die Schule mit sehr guten Noten abgeschlossen habe und ein Studium beginnen wollte. "Amanda hat das Leben wirklich geliebt", sagte ihr Onkel Maher Abdullah der Zeitung.

Demnach soll Amanda in Berlin geboren und als kleines Mädchen mit ihrer Familie in einen Vorort von Göteborg gezogen und später wieder nach Berlin zurückgekehrt sein. Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) hatte am Donnerstag Kritik von Berlins Innensenators Frank Henkel (CDU) zurückgewiesen. Henkel hatte gesagt: "Es muss die Frage gestellt werden, warum dieser Mann mit seiner Vorgeschichte nicht frühzeitiger gestoppt wurde."» Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Mann zuvor in mehreren norddeutschen Ländern auffällig gewesen.

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