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Ausbruch aus Hochsicherheitsgefängnis US-Polizei sucht nach drei Schwerverbrechern

In Kalifornien sind drei Schwerverbrecher aus einem Gefängnis ausgebrochen. Die Polizei warnt: Wer die Männer antreffe, müsse mit dem Schlimmsten rechnen.

Aus einem Gefängnis in Südkalifornien sind drei schwerer Gewaltverbrechen beschuldigte Insassen ausgebrochen. Nach dem Trio werde seit Samstag intensiv gefahndet, teilten die Behörden mit. Demnach waren die entflohenen Häftlinge am frühen Freitagmorgen im 64 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegenen Gefängnis in Santa Ana von Wärtern zuletzt gesehen worden. Die Männer gälten als äußerst gefährlich, warnte der Sprecher des Sheriffsbüros im Bezirk Orange County, Jeff Hallock. Wer sie antreffe, müsse sich auf das Schlimmste gefasst machen.

Bei ihrem Ausbruch gingen die Häftlinge sehr gewieft vor. Zunächst hätten sie die 1,3 Zentimeter dicken Stahlstangen ihrer Zellen durchgesägt, schilderte Hallock. Dann hätten sie sich zu einem unbewachten Areal auf dem Gebäudedach vorgearbeitet, wo sie sich an einem behelfsmäßigen Seil auf den Boden heruntergehangelt hätten.

Vor der Häftlingszählung am Freitagabend im Gefängnis habe es einen Tumult gegeben, der womöglich zum Ausbruchsplan gehört habe, sagte Hallock. Um 20 Uhr seien die Insassen vermisst gemeldet worden. "Das Ganze war sehr ausgeklügelt und gut geplant", sagte der Polizeisprecher über die Flucht des Trios. Ermittler würden die Aufnahmen von den Überwachungskameras auswerten, um zusätzliche Beweise zu sammeln.

Mitarbeiter des Sheriffs untersuchen, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte. (Foto: AP)

Berüchtigte Schwerverbrecher

Es handelt sich laut Hallock um den ersten Ausbruch aus dem Gefängnis seit mindestens 20 Jahren. In der Anlage sitzen 900 Insassen ein. Bei einem der Entflohenen handelt es sich um den 20-jährigen Jonathan T. Er saß seit Oktober 2013 unter dem Vorwurf des Mordes, versuchten Mordes und einer Schießerei in einem Wohnhaus ein. Seine Kaution wurde auf eine Million Dollar festgesetzt.

Flüchtig ist auch der 37-jährige Hossein N. Er kam im Herbst 2014 wegen mutmaßlicher Entführung, Folter, schwerer Körperverletzung und Einbruchs in Haft. Ihm wird vorgeworfen, mit zwei anderen Männern 2012 einen Besitzer einer Marihuana-Abgabestelle verschleppt zu haben. Sie sollen ihr Opfer damals an einen entlegenen Ort gebracht haben, wo es ihrer Meinung nach Geld versteckt haben soll. Laut den Behörden sollen sie dem Mann dort dann seinen Penis abgeschnitten haben.

Nach dem Verbrechen floh N. in seine Heimat Iran, wo er einige Monate blieb. Im November 2014 wurde er auf dem Weg nach Spanien, wo er Verwandte besuchen wollte, bei einem Zwischenstopp auf einem Airport in Prag festgenommen. Bei dem dritten Flüchtigen soll es sich um den 43-jährigen Bac D. handeln. Dieser saß seit Dezember unter anderem wegen versuchten Mordes, Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe und Waffenbesitz in Haft.

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