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Tragisches Ende eines Rekordversuchs Abenteurer stirbt nach 71 Tagen im ewigen Eis

Es sollte ein Traum bleiben: Henry Worsley wollte der erste Mensch sein, der allein und ohne Hilfe die Antarktis durchquert. Jetzt ist der britische Ex-Soldat 48 Kilometer vor seinem Ziel gestorben.

Ausgerüstet nur mit einem Schlitten für Lebensmittel und Zelt, um sich herum nichts außer Eis. Im Alleingang wollte Henry Worsley die unvollendete Expedition des legendären Polarforschers Sir Ernest Shackleton vollenden. Schackletons Südpol-Misson scheiterte 1917, weil sein Schiff sank. Doch auch Worsley ist nun gescheitert. Wie die Familie des zweifachen Vaters jetzt bekannt gab, starb der 55-jährige Brite kurz vor seinem Ziel in einem Krankenhaus in der chilenischen Stadt Punta Arenas an Organversagen.

Im November hatte der Abenteurer seine Reise begonnen. In 80 Tagen wollte er knapp 1800 Kilometer durch die Antarktis zurücklegen - ohne jegliche Hilfe. Dem "Guardian" zufolge hatte der 55-Jährige bereits 913 Meilen hinter sich gebracht, umgerechnet etwa 1469 Kilometer. Seine Route führte ihn durch eisige Stürme bei Temperaturen um die -44 Grad Celcius.

Nur noch 48 Kilometer trennten ihn von seinem Ziel, als Worsley die Kräfte verließen. Aus seinem Zelt schrieb er: "71 Tage allein in der Antarktis, über 900 Meilen gelaufen, meine körperliche Ausdauer neigt sich dem Ende. Mit Trauer muss ich nun das Ende meiner Expedition verkünden - so kurz vor meinem Ziel." Zwei Tage soll er dehydriert in seinem Zelt verbracht haben. Unfähig, sich zu bewegen. Dann erst setzte er den Rettungsruf ab.

 

"Er war ein Mann, der viel Mut und Entschlossenheit zeigte"

Im Krankenhaus in Chile stellten die Ärzte fest, dass sich Worsleys Bauchfell stark entzündet hatte. Trotz Notoperation versagten die Organe, wie seine Frau Joanna jetzt schrieb. Ihr Herz sei "gebrochen."

Auch der Schutzpatron seiner Expedition, Prinz William, zeigte sich bestürzt: "Harry und ich sind sehr traurig über den Verlust von Henry Worsley. Er war ein Mann, der viel Mut und Entschlossenheit zeigte. Wir haben einen Freund verloren, aber er wird eine Quelle der Inspiration für uns alle bleiben", schrieb der Herzog von Cambridge in einem Statement.

 

Worsleys Ziel war es, 100.000 Pfund für die Wohltätigkeitsorganisation Endeavour Fund zu sammeln, die verletzte oder kranke Soldaten unterstützt. "Nach 36 Jahren Berufsleben als Soldat und jetzt als Rentner will ich nun Soldaten helfen, die weniger Glück hatten.", sagte Worsley kurz vor seinem Tod. Das Spendenkonto zeigt mittlerweile einen Kontostand von 106.773 Pfund an, wie seine Frau Joanna schrieb.

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