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Der kuriose Fall von Antoni Da Campo Warum ein Veganer nicht zum Militär darf

Ausgemustert, weil er auf tierische Produkte verzichtet. In der Schweiz darf ein junger Mann nicht zum Militär, weil er vegan lebt. Doch wider Erwarten liegt das nicht an der Art seiner Ernährung.

"Die Zahl der Veganer in der Schweiz steigt kontinuierlich. Es stört mich, dass das Militär dieser gesellschaftlichen Entwicklung keine Rechnung trägt", sagt Antoni Da Campo. Er ist 19 Jahre alt, topfit, gesund - und bereit Wehrdienst zu leisten.

Das Schweizer Militär aber will ihn nicht, weil er auf tierische Produkte verzichtet. Doch wider Erwarten liegt das offenbar nicht daran, dass vegane Ernährung im militärischen Umfeld schwer zu handhaben wäre. Die Militärärzte musterten Da Campo aus, weil er sich aufgrund seiner Überzeugung weigert, Militärstiefel aus Leder zu tragen. So berichtet es die Zeitung 24heures.

So habe das Militär einer Aufnahme in die Armee anfänglich zugestimmt, berichtete Da Campo dem Blatt. Veganer seien, sofern gesund, in der Armee willkommen, hieß es demzufolge. Doch als er anmerkte, Lederstiefel nicht tragen zu wollen, sei er erneut zum Militärarzt geschickt und von diesem dann als untauglich erklärt worden.

Eine Sprecherin der Armee erklärte, Spezialbehandlungen bei Ernährung oder Kleidung könne nicht gewährt werden. Leichte Anpassungen seien wohl möglich, dennoch müssten Anwärter bereit sein, Kompromisse einzugehen.

Antoni Da Campo klagt jetzt gegen die Entscheidung des Militärs, denn er möchte unbedingt in den Militärdienst. "Ich betrachte das als eine Erfahrung, die mir sehr viel bringen kann", erklärt er. Und noch etwas ist ihm wichtig: "Wenn ich Erfolg habe, ist dies ein Sieg für alle, die sich für die Rechte der Tiere einsetzen."

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