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Elternprotest gegen Syrer Dieser Kita-Aushang sorgt für Aufregung

In Niedersachsen hat eine Kita einen syrischen Bewerber abgelehnt. Die Begründung sorgt für Aufruhr. Offenbar hatten Eltern Bedenken. Die Evangelische Kirche stellt die Sache anders dar.

Eine Kita im niedersächsischen Bleckede hat in einem umstrittenen Aushang die Nichtbeschäftigung eines syrischen Flüchtlings angekündigt. "Aufgrund der nachvollziehbaren Sorge einiger Eltern, einen männlichen Syrer bei uns zu beschäftigen", werde der Mann nicht in Bleckede arbeiten, zitierte "Stern online" den Aushang.

Landeskirche, Diakonie Niedersachsen, Kirchenkreis Bleckede und Kitaverband Lüneburg distanzierten sich "in aller Deutlichkeit" von dem Aushang, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. "Die sehr unglückliche Formulierung könnte unterstellen, es bestehe bei männlichen Zufluchtsuchenden generell Anlass zur Sorge vor Übergriffigkeiten."

Kitaleitung hat "eigenmächtig und unüberlegt" gehandelt

Man bedaure den Vorfall zutiefst. Die Leitung der Kita habe "eigenmächtig, unüberlegt und ohne Absprache gehandelt“, betonten die Verfasser. "Sie hat die Folgen ihres Handelns nicht überblickt." Die Kita hatte zu Beginn überlegt, den Flüchtling vorübergehend als Hilfskraft einzustellen. Das hätte jedoch schon rein rechtlich nicht funktioniert, da die erforderlichen erweiterten Führungszeugnisse für Flüchtlinge nicht ausgestellt würden.

"Unabhängig davon entstand unter einigen Eltern eine grundsätzliche Sorge, einen ausländischen Mann auf dem Gelände der Kita arbeiten zu lassen", hieß es weiter. So sei es zu dem "unbedachten Aushang" gekommen. Die Landeskirche unterstreicht, dass es ihr Ziel bleibe, die Integration zu fördern. Auch als Arbeitgeber.

 

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