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Köln nach Silvester Zur Sicherheit - Gymnasium gibt Schülerinnen Karneval frei

Nach den Übergriffen der Silvesternacht überlegen die Kölner Schulen, wie sie ihre Schülerinnen schützen können. Neben Prävention wird auch zu radikalen Lösungen gegriffen.

Nach den sexuellen Übergriffen gegen Frauen in der Silvesternacht bereiten sich die Schulen in Köln auf die Karnevalszeit vor. Manche greifen dabei zu radikalen Schutzmaßnahmen. So will die Schulleitung der Erzbischöflichen Ursulinenschule ihren Schülerinnen an Weiberfastnacht freigeben. Da es sich um ein reines Mädchengymnasium handelt, wird die gesamte Einrichtung somit am 4. Februar geschlossen bleiben.

"Wir wollen unseren Schülerinnen an diesem Tag den Weg zur Schule ersparen", erklärte Maike Strung aus dem Schulsekretariat gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Ein flexibel einsetzbarer Feiertag soll nun auf Weiberfastnacht fallen. "Die Eltern sind besorgter als in früheren Jahren. Dem möchten wir Rechnung tragen", sagte sie laut der "Bild"-Zeitung. "Außerdem steht für uns die Sicherheit der Mädchen an erster Stelle."

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Andere Schulen in Köln setzen dagegen eher auf Aufklärungsarbeit und Prävention und sprechen im Unterricht über K.o.-Tropfen, Pfefferspray, Alkoholkonsum sowie die Vorfälle der Silvesternacht. Teilweise sogar getrennt nach Geschlechtern, teilweise mit Unterstützung der Kölner Drogenhilfe. Letzteres praktiziert beispielsweise das Gymnasium Kreuzgasse, schreibt der "Kölner Stadt-Anzeiger". Schüler reagierten meistens besser auf Tipps, wenn diese von Gleichaltrigen statt von Erwachsenen kämen.

Auch Gelassenheit ist eine Lösung

Doch es gibt auch Versuche, der fünften Jahreszeit mit möglichst wenig Panikmache zu begegnen. "Wir haben alle Kollegen ermutigt, dem Thema einen Platz in ihrem Unterricht einzuräumen und gemeinsam mit den Schülern darüber nachzudenken, wie man sich in Problemsituationen angemessen verhält", so der Schulleiter des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums in Köln-Nippes, Klaus Kombrink gegenüber dem "Ksta".

Auch die Kölner Bezirksregierung hat den Schulen nicht verbindlich vorgegeben, welche Handlungsdirektive oder gar Schulschließung auszugeben sei. Zudem wird Karneval unterschiedlich an den Schulen priorisiert und nicht überall gleich feierlich begangen. Und an Schulen mit erhöhtem Migrationshintergrund gilt es überdies, "keine Stereotype zu bedienen", wie der Direktor der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Köln-Chorweiler betont.

Die Erzbischöfliche Ursulinenschule, die mit einer eintägigen Schulschließung jegliche Gefahren vermeiden möchte, liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs. Schon jetzt wurden schulinterne Karnevalssitzungen von der Schulleitung extra so gelegt, dass die Schüler und Lehrer vor Einbruch der Dunkelheit zuhause sind.

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