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Hollande lässt Gnade walten Französische Mörderin kommt vorzeitig frei

Sie erschoss ihren Ehemann und wurde dafür verurteilt. Doch die französische Öffentlichkeit hatte Verständnis für Jacqueline Sauvage. Jetzt will auch Präsident Hollande deren vorzeitige Entlassung.

Die wegen Mordes an ihrem Ehemann verurteilte Französin Jacqueline Sauvage darf das Gefängnis vorzeitig verlassen. Dies ordnete Präsident François Hollande am Sonntag an. Zwei Tage zuvor hatten ihn deren Töchter bei einem Treffen um eine Begnadigung ihrer Mutter gebeten. Gemäß der Verfassung kann der Staatschef entweder einen solchen Gnadenakt aussprechen oder eine Haftstrafe reduzieren.

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Nach fast 50 Jahre langem Ehe-Martyrium aus häuslicher und sexueller Gewalt erschoss Sauvage im Jahr 2012 ihren Mann mit einem Gewehr. Die Töchter, die auch misshandelt wurden, berichteten, die Übergriffe hätten sich hinter verschlossenen Türen abgespielt. Die Familie habe sich durch die Gewalt zu erniedrigt gefühlt, um Hilfe zu holen. Für die Tötung ihres Mannes wurde Sauvage im Dezember in zweiter Instanz zu zehn Jahren Haft verurteilt.

"Außergewöhnliche, humane Lage"

Bald erhob sich aber eine Welle der Solidarität mit der 68-Jährigen: Frauengrupen, Politiker und Sympathisanten in ganz Frankreich machten sich für deren Begnadigung stark, Zehntausende unterschrieben eine entsprechende Petition.

Dem Aufruf zur Begnadigung kam Hollande zwar nicht direkt nach. Doch erlaube sein Beschluss, dass Sauvage "unverzüglich" einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen könne, teilte sein Büro mit. "In Anbetracht einer außergewöhnlichen humanen Lage wollte der Präsident es Frau Sauvage ermöglichen, rasch zu ihrer Familie zurückzukehren, und zugleich die Justizbehörden respektieren." Die Schauspielerin Anny Duperey begrüßte die Entscheidung. Sie sei total erleichtert, sagte sie dem TV-Sender iTele.

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