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Explosion an Bord Mann soll aus Flugzeug geschleudert worden sein

Nach dem Start in Mogadischu bricht in dem Flugzeug ein Feuer aus. Es kommt zu einer Explosion. Ein Mann kommt auf dramatische Weise ums Leben. Die Piloten müssen die Maschine notlanden.

In Somalia soll ein Mann bei einer Explosion in einem Passagierflugzeug aus der Maschine geschleudert und getötet worden sein. Davon gehen somalische Experten aus, wie ein ranghoher Beamter in Mogadischu erklärte. Die beim Ort Bal'ad, rund 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt, aufgeschlagenen Körperteile sollten nun identifiziert werden, sagte er.

Der Vorfall ereignete sich nach kurz nach dem Start der Maschine der Fluggesellschaft Daallo Airlines aus dem ostafrikanischen Dschibuti. Von den über 70 Passagieren an Bord von Flug D3-159 wurden nach Behördenangaben zwei verletzt. Fotos örtlicher Webseiten zeigten ein Loch in der Maschine oberhalb des rechten Flügels.

Den Piloten des A321-100-Modells gelang nach dem Zwischenfall eine sichere Rückkehr zum Flughafen. Nach Angaben eines Flughafenvertreters verlief die Notlandung weitgehend glimpflich. Viele Passagiere hätten allerdings einen völlig verängstigten Eindruck gemacht.

Auf Videoaufnahmen in sozialen Medien war zu sehen, wie Sauerstoffmasken von der Decke hingen, während Passagiere sich im hinteren Teil des Flugzeugs versammelten und von dort aus Fotos machten. Augenzeugen wollen auch gesehen haben, dass eine Person aus dem Flugzeug zur Erde gefallen ist. Alle Passagiere wurden nach der Notlandung in Sicherheit gebracht, wie die Fluggesellschaft mitteilte.

Fotos des beschädigten Flugzeugs auf Twitter. (Foto: DW)

Flieger war offenbar 19 Jahre alt

Seitens der somalischen Polizei hieß es, die Ursache der Explosion stehe noch nicht fest. Ermittlungen seien im Gange. Der Pilot Vladimir Vodopivec hält einen Bombenanschlag für wahrscheinlich. Laut der serbischen Zeitung "Blic" sagte der 64-Jährige einem Freund, er gehe von einer Bombe aus. Glücklicherweise habe die Explosion das Navigationssystem des Flugzeugs nicht beschädigt, so dass er die Maschine sicher landen konnte.

Die Fluggesellschaft hält es für möglich, dass eine Sauerstoffflasche explodiert ist. Das Transportministerium Somalias berichtet von einem Brand an Bord, der gelöscht werden konnte. Die somalische Flugsicherheitsbehörde machte zunächst keine Angaben zur Ursache. Das Airbus-Modell ist nach Angaben aus Fachblogs mehr als 19 Jahre alt.

Der Hauptstadt-Flughafen wird rigoros abgesichert

Der Flughafen von Mogadischu ist wie eine Festung gesichert. Er grenzt an einen Stützpunkt der insgesamt 22.000 Mann starken Truppe der Afrikanischen Union in Somalia (Amisom). Diese unterstützt Seit Jahren die schwache somalische Regierung im Kampf gegen die islamistischen Al-Shabab-Rebellen. Mitte 2011 gelang es den Amisom-Soldaten, die Rebellen aus Mogadischu und später auch aus anderen Städten zu vertreiben. Die Aufständischen verübe weiterhin regelmäßig Anschläge in Somalia und in Nachbarstaaten, jedoch bisher nicht auf Passagierflugzeuge.

Sollte die Explosion an Bord der Passagiermaschinetatsächlich auf einem defekten Sauerstoffbehälter beruhen, wäre dies kein Einzelfall. So kam es im Jahr 2008 bei einem Boeing Jumbo-Jet 747-400 der australischen Fluggesellschaft Qantas zu einer Explosion mit einem großen Loch im Rumpf. Damals war in etwa 3000 Meter Höhe ein Sauerstoffbehälter in der Nähe des Frachtraums explodiert.

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