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Blog sammelt Todesfälle Wenn mit dem Selfie das Leben endet

Sie posieren mit Handgranaten, wilden Stieren, auf Bahngleisen: Welche Risiken Menschen für das perfekte Selfie eingehen und wie fatal die Konsequenzen sein können, zeigt ein US-Blog.

Selfies sind aus der heutigen Netz-Welt nicht mehr wegzudenken. Auf Facebook, Instagram und Co. sind sie allgegenwärtig. Doch diese beliebteste Form des Selbstporträts birgt auch Gefahren. Getrieben vom Drang zur perfekten Selbstdarstellung geht so mancher unnötige Risiken ein. Es werden Selfies an Abhängen oder Häuserkanten, in der Nähe von wilden Tieren oder vor vorbeifahrenden Zügen geschossen – manchmal mit tödlichem Ausgang.

Solche Vorfälle hat der Blog Priceonomics, der auf das Finden und Strukturieren von Daten im Internet spezialisiert ist, zusammengetragen und veranschaulicht. Die Ergebnisse erstaunen: Seit 2014 starben demnach 49 Menschen in Zusammenhang mit Selfies.

Durchschnittlicher Selfie-Toter ist 21 Jahre alt

30 Prozent aller Fotos, die von Menschen zwischen 18 und 24 Jahren aufgenommen werden, sind Selfies. Da ist es nachvollziehbar, dass das durchschnittliche Opfer eines Selfie-Unfalls 21 Jahre alt ist. Grundsätzlich scheint der Tod durch Selfies ein Phänomen der jüngeren Altersgruppen zu sein: Die jüngsten Verstorbenen waren 14, die ältesten 32 Jahre alt.

Die Studie, die keinen Anspruch auf Repräsentativität erhebt, zeigt außerdem: Circa 75 Prozent, also 36 der 49 Opfer, sind männlich – obwohl Frauen sehr viel häufiger Selfies machen als Männer. Jedoch neigen Letztere zu höherer Risikofreudigkeit, so Priceonomics unter Berufung auf eine Studie der Ohio State University.

Posieren mit Handgranate

Auch bei den Todesumständen ist ein Trend ablesbar: Der Fall von großen Höhen, etwa von Klippen und Häusern, kostete 16 Opfer das Leben, sprich einem Drittel der Toten. Zu solchen Unfällen kommt es, wenn beispielsweise eine einzigartige Kulisse oder ein besonders waghalsiges Foto festgehalten werden soll.

Das Leben ähnlich vieler Opfer – 14 der 49 – nahm durch Ertrinken ein jähes Ende. Ein Schnappschuss mit einem herannahenden Zug im Hintergrund führte in acht Fällen zum Tod. Ursache war hier entweder der Zug selbst oder ein Elektroschock.

Jedoch geht es noch exzentrischer: Ein 21 Jahre alter Mexikaner schoss sich selbst in den Kopf, als er mit einer Waffe posierte. Ein Pilot eines Leichtflugzeuges beendete sein eigenes und das Leben seines Passagiers, als er während des Flugs ein Selfie machte und die Kontrolle über die Maschine verlor. Ähnlich unnötig war der Tod zweier Teenager in Russland, die im Uralgebirge mit einer scharfen Handgranate posierten. Ebenso wie der des Mannes, der bei einem Stierrennen in Spanien ein Foto mit dem Tier machen wollte – und dann von dessen Horn durch den Hals aufgespießt wurde.

Besonders viele Fälle in Indien

Für Verwunderung sorgt – neben der Tatsache das Menschen beim Selfies machen überhaupt sterben – die globale Verteilung der Geschehnisse. Denn 40 Prozent aller Todesfälle in Verbindung mit Selfies geschahen in Indien.

Die Website vermutet einen Zusammenhang mit der hohen Nichtschwimmer-Rate in dem Land, die in Kombination des Selfie-Trends zu zahlreichen Tragödien führte. Als Konsequenz hat die Regierung für die landesweite Schaffung von Selfie-Verbotszonen gesorgt – zum Schutz der unbedarften Jungend.

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