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Bilanz der Weiberfastnacht Mehr als doppelt so viele Sexualdelikte wie 2015

22 Sexualdelikte wurden in Köln nach der Weiberfastnacht angezeigt, mehr als doppelt so viele wie 2015. Die Polizei hat eine Erklärung für den Anstieg. Eine 22-Jährige wurde brutal vergewaltigt.

Die Zahl der gemeldeten sexuellen Übergriffe ist in Köln zu Beginn des Straßenkarnevals deutlich gestiegen. Es seien 22 Sexualdelikte an Weiberfastnacht angezeigt worden, sagte Polizeidirektor Michael Temme. Im vergangenen Jahr waren es nur neun und davor zehn.

Zwei der 22 Delikte waren schwerwiegend. Im ersten Fall war das Opfer eine belgische Fernsehreporterin. "Diese Journalistin ist unter den Augen der laufenden Kamera begrapscht und sexuell belästigt worden", sagte Temme.

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Der zweite Fall betrifft eine Frau, die am frühen Freitagmorgen auf dem Heimweg niedergeschlagen und "offenbar auch vergewaltigt wurde", wie Temme sagte. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es sich bei dem Täter um einen Flüchtling aus Afghanistan handeln.

Demnach soll er die 22-Jährige gegen 3 Uhr auf der Straße angesprochen haben. "Er zeigte ihr pornografisches Videomaterial auf seinem Handy", erklärte ein Polizeisprecher gegenüber "Bild". Er habe sie daraufhin bewusstlos geschlagen. Nachdem sie wieder aufwachte, habe sie gespürt, dass er sich an ihr vergangen habe. Laut "Bild" nahm die Polizei später einen 17-Jährigen in einer Flüchtlingsunterkunft fest.

"Wir führen die gestiegene Zahl (der Übergriffe) darauf zurück, dass die Anzeigebereitschaft eine deutlich veränderte ist", erklärte Temme weiter Vermutlich sei die Bereitschaft, solche Vorfälle auch tatsächlich anzuzeigen, seit den Vorfällen der Kölner Silvesternacht gestiegen. Der Polizeidirektor berichtete zudem von einem Fall, in dem ein Türsteher zu einer Frau gesagt haben soll, er wolle sie nur gegen 25 Euro oder ein "Bützje" (Küsschen) reinlassen.

"Ich will das nicht verharmlosen, aber das zeigt doch, dass sich die Anzeigebereitschaft der Frauen verändert hat", sagte Temme. Vor einem Jahr wäre das sicher noch nicht angezeigt worden.

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