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Rechtschreibfehler Der peinliche Rückruf des Apple-Netzsteckers

Wie viele Fehler kann man in zwei deutschen Sätzen unterbringen? Apple schafft eine ganze Menge. Die Anleitung für eine Rückruf-Aktion klingt wie eine deutsche Speisekarte im Ausland.

Apple galt besonders unter seinem Mitgründer Steve Jobs stets als besonders perfektes Unternehmen. Jedes noch so kleine Detail bei iPhone, iPad und Co. musste stimmen. Designer grübelten monatelang sogar über die Verpackung, statt die Produkte einfach in Pappschachteln zu stecken.

Selbst scheinbar unwichtige Dinge wie Netzstecker sollten nicht nur schön, sie mussten perfekt sein. Über Jobs erzählt man sich die Geschichte, dass er noch in der Nacht vor der iPod-Präsentation alle existierenden Geräte umbauen ließ, weil er kurzfristig beschlossen hatte, dass das Ladekabel unbedingt ein Klick-Geräusch beim Anschließen machen sollte.

Man fragt sich unwillkürlich, was der inzwischen verstorbene Jobs wohl gesagt hätte, wenn er das kleine Paket ausgepackt hätte, das Apple gerade tausendfach verschickt. Oder besser: verschicken muss. Denn den Perfektionisten ist ein Fehler unterlaufen. Vor einigen Tagen musste Apple einen Netzteilstecker zurückrufen, weil in seltenen Fällen ein Stromschlag drohen kann. Zwischen 2003 und 2015 war der Stecker zusammen mit Macs, iPhones und iPads ausgeliefert worden – vermutlich millionenfach.

Zehn Fehler in zwei Sätzen

Auf einer Webseite von Apple können Kunden testen, ob ihr Gerät betroffen ist, und praktischerweise auch gleich ein Ersatzteil bestellen. Das kommt dann ein paar Tage später in dem kleinen Paket, das Steve Jobs vermutlich sehr verärgert hätte. Denn darin liegt neben dem Ersatzstecker auch ein Zettel mit genauen Anweisungen, wie man das defekte alte Teil zurückschicken soll. Nur: Für eine ordentliche deutsche Übersetzung des Textes war offensichtlich keine Zeit.

Was man aus dem Apple-Paket zieht, kennt man sonst eher von deutschen Speisekarten billiger Restaurants im Ausland: Zwar stehen auf dem Zettel nur zwei deutsche Sätze, doch Apple schafft es, darin gleich zehn Fehler unterzubringen. In der "Rücksendungsanleitung" heißt es: "Sehr geehrter Apple Kunde, Bitte, benutzen Sie den beigefügten Umschlag, um ihren Alten Teil, an Apple zu schicken. Um das Teil an Apple zu schicken, bitte legen das Teil in den Vorfrankierten Umschlag und geben Sie den an der Ihnen nähere Poststelle oder Postkasten ab."

In insgesamt sieben Sprachen steht diese Anleitung auf dem Zettel. Auch in der französischen und italienischen Version sind mehrere Fehler enthalten. Immerhin: Das englische Original ist korrekt. Hat Apple vielleicht einfach den alles andere als perfekten Übersetzungsdienst Google-Translate benutzt?

Zumindest das lässt sich ausschließen, Google würde bei der Übersetzung des englischen Textes noch mehr Fehler einbauen als Apple, ergibt ein Test. Wie es dann zu dem ziemlich blamablen Beipackzettel kommen konnte, bleibt offen. Apple ließ Nachfragen zu der Rücksendungsanleitung am Freitag unbeantwortet.

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