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Berlin-Kreuzberg Chaoten zerstören 30 Autos in einer Nacht

In Berlin haben Chaoten Häuser in einer schicken Neubausiedlung attackiert und 30 Autos demoliert. Einige gingen in Flammen auf. Die Polizei vermutet eine Racheaktion von Linksextremisten.

Autos in Flammen, eingeschlagene Fenster und brennende Straßenbarrikaden: Gegen ein Uhr am Samstagmorgen kam es in einem Neubaugebiet am Gleisdreieckpark nahe des Potsdamer Platzes zu heftigen Ausschreitungen. Wie die Polizei bestätigte, wurden vier Autos – zwei Mercedes und zwei BMW – angezündet. 24 weitere Fahrzeuge wurden demoliert. Die Feuerwehr löschte die Brände, die angezündeten Autos konnte sie allerdings nicht retten.

Die unbekannten Täter zündeten zudem vor den erst kürzlich fertiggestellten Gebäuden zwei Warnbaken an und warfen mit Steinen Glastüren und Fenster ein. In den Gebäuden befinden sich Wohnungen und Büros.

Augenzeugen berichteten von einem Mob von bis zu 40 maskierten Personen, der sich in der Flottwell-/Ecke Lützowstraße zusammengerottet hatte.

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Noch kann die Polizei keine Angaben zum kompletten Umfang der Ausschreitungen machen. "Wir ermitteln noch", hieß es am Vormittag auf Anfrage der "Welt". Es soll darüber hinaus zerstörte Scheiben in Berlin-Mitte gegeben haben. Der Tageszeitung "B.Z." zufolge wurden auch im Stadtteil Gesundbrunnen zwei Autos angezündet.

Linksextreme drohen mit "einer Million Euro Sachschaden"

Die Täter, die der Polizei zufolge per Fahrrad kamen, werden im linksextremen Milieu vermutet; der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

Am Mittag tauchte schließlich ein Bekennerschreiben auf, wie die "Berliner Morgenpost" berichtete. Demnach hieß es auf einer linksgerichteten Plattform im Internet, ein "sozialdemokratisches Volksfahrräderkommando" habe die Flottwellstraße besucht und dort "Luxuskarren entglast und warm verschrottet". Ob das Schreiben echt ist, bestätigte die Polizei bislang nicht.

Erst vor drei Wochen drohten Autonome mit Racheaktionen, nachdem die Polizei mit einem Großaufgebot in der Rigaer Straße ein Haus gestürmt hatte. Zuvor war ein sogenannter Kontaktbeamter auf der Straße angegriffen worden.

Im Internet veröffentlichten Linksextreme daraufhin die Ankündigung, ab sofort "jeden Angriff, jede Räumung mit einer Millionen Euro Sachschaden zu beantworten". Bereits Ende Januar waren in Friedrichshain zwei Porsche angezündet worden.

Für Samstagnachmittag um 16 Uhr haben linksradikale Gruppen zu einer Demonstration unter dem Motto "Freiräume erkämpfen" aufgerufen. Die Route verläuft sechs Kilometer lang von der Gürtelstraße vorbei an der Rigaer Straße bis zur Warschauer Brücke.

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