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Prozess in Dortmund Sohn gesteht bestialischen Mord an seiner Mutter

Er beschreibt einen "schwarzen Schleier", der sich vor seinen Verstand legte. Danach tötete ein 28-Jähriger seine Mutter und versuchte, sich selbst zu richten. Vor Gericht gestand er nun die Tat.

Brutal hat ein 28-jähriger Mann aus Unna im September seine Mutter getötet – vor Gericht legte der Angeklagte ein Geständnis ab. "Ich hatte einen totalen Blackout, ein schwarzer Schleier hatte sich über meinen Verstand gelegt", sagte er zum Auftakt des Mordprozesses am Mittwoch vor dem Dortmunder Schwurgericht.

Erst soll er seiner Mutter mit einem Baseballschläger und einer Hantelscheibe den Schädel eingeschlagen haben, dann soll er sie gewürgt und ihr schließlich mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten haben. Offenbar ist der Mann schon seit längerer Zeit psychisch krank.

Zum Zeitpunkt der Bluttat sei der 28-Jährige extrem depressiv gewesen, gab er an. Er habe die meiste Zeit alleine in seinem Zimmer gesessen und trübe Gedanken gehabt. Seine Mutter, mit der er zusammen in einem Haus in Unna lebte, soll ihn immer wieder aufgefordert haben, sich aufzuraffen.

Ein Motiv für seine Tat sieht der Angeklagte darin allerdings selbst nicht. Er wisse nicht, warum er seiner Mutter das angetan habe, sagte er den Richtern. "Ich habe einfach zugeschlagen, ohne es wirklich zu wollen."

Freund bietet sich grausiges Bild

Nach der Tat müssen sich in dem Haus weitere dramatische Szenen abgespielt haben. Nach eigenen Angaben versuchte der Angeklagte stundenlang, sich selbst das Leben zu nehmen. Als ein Freund ihn schließlich fand, war sein ganzer Körper von blutigen Schnitt- und Stichwunden übersät. Außerdem hatte der 28-Jährige eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und einen Gürtel an seinem Hals befestigt.

"Ich wollte zu meiner Mutter ins Jenseits", erklärte der junge Mann vor dem Schwurgericht. "Ich wollte raus aus meinem Leben und sie einfach nicht alleine lassen." Seinen Kater will er deshalb vor seinem Suizidversuch mit einer Hantelscheibe erschlagen haben.

Aufgrund der psychischen Erkrankung des 28-Jährigen kommt laut Gericht auch eine zeitlich unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik in Betracht.

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