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Kölner Domtreppe Auch an Karneval war die Lage "hochproblematisch"

Die Kölner Polizei hat nach eigenen Angaben nur durch entschiedenes Auftreten Übergriffe wie zu Silvester verhindert. Auch an Karneval habe sich am Dom "hochproblematische Klientel" gesammelt.

Die Sicherheitslange rund um den Kölner Dom und Hauptbahnhof bleibt angespannt. Das sei auch an den Karnevalstagen so gewesen, sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies im Gespräch mit der "Kölnischen Rundschau".

"Am Sonntagnachmittag mussten wir kurzfristig Einsatzkräfte aus dem Domumfeld verlagern. Unmittelbar danach sammelte sich diese hochproblematische Klientel auf der Domtreppe", so Mathies. Die Polizei habe durch entschiedenes Auftreten Straftaten verhindern können. Es zeige sich, dass die Strategie der "erhöhten Präsenz" beibehalten werden müsse. Nach Angaben der Rundschau handelt es sich bei dem "hochproblematischen Klientel" um Gruppen aus Nordafrika.

Die Bilanz der Silvesternacht

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht wurden 13 Verdächtige in Untersuchungshaft genommen, es gibt 59 Beschuldigte. Besonders kriminelle Gruppen nordafrikanischer Männer gelangten ins Visier der Ermittler. Angesichts der Zahl der Anzeigen - insgesamt gingen bei der Polizei 1054 ein - sei das eine geringe Zahl an Verhaftungen, sagte der Polizeipräsident. Er wolle keine Versprechungen machen, wisse nicht, ob die Täter zur Verantwortung gezogen werden könnten. Gleichzeitig sei schwer zu ertragen, was die Opfer erlitten hätten.

Um die Kriminalität einzudämmen, will die Polizei auch in Zukunft rund um den Dom und auf den Innenstadtringen eine stärkere Präsenz zeigen. Dafür forderte der 55-Jährige personelle Verstärkung. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Bürger Angst etwa vor aggressiven Bettlern, Drogenhändlern oder Schmutzecken haben müssten, sagte er der Zeitung. Um die Situation generell zu verbessern, erwägt Mathies eine stärkere Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften der Stadt.

Nach den Karnevalstagen hatte Mathies am Aschermittwoch in einer Pressemitteilung zunächst vorläufig eine positive Bilanz gezogen. Die Bilanz des Einsatzes ergibt einen drastischen Anstieg der Platzverweise. 2016 wurden 1.389 ausgesprochen, 2015 lediglich 544. Zudem erfolgten 100 vorläufigen Festnahmen (2015 waren es 28). Auch bei den Ingewahrsamnahmen gab es einen Erhöhung - von 247 auf 451.

Bei den Straftaten stellte die Polizei zwei Aspekte heraus. Zurückgegangen seien die Zahl der Raubdelikte, sowie Diebstähle und Wohnungseinbrüche. Zugenommen hätten jedoch die Zahl der Anzeigen wegen Sexualdelikten. Bis Mittwoch wurden 66 gemeldet, im Vorjahr waren es 18. Die Kölner Polizei geht davon aus, dass der Anstieg mit einem veränderten Verhalten von Opfern nach den Ereignissen in der Silvesternacht zu tun hat. Sie hatte im Vorfeld aufgefordert, jegliche Übergriffe anzuzeigen.

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