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Zugunglück bei Bad Aibling Zahl der Todesopfer steigt auf elf

Das Zugunglück bei Bad Aibling hat ein elftes Todesopfer gefordert. Ein Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Identitäten der Opfer sind inzwischen geklärt, die Bergung geht weiter.

Nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling ist die Zahl der Toten am Donnerstag auf elf gestiegen. Zwei Tage nach der Kollision zweier Züge sei ein 47 Jahre alter Mann am Donnerstag in einem Krankenhaus gestorben, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern mit. Der Mann stamme aus dem Landkreis München, hieß es weiter.

Von den bei dem Unglück verletzten Passagieren gelten nach jüngsten Angaben der Polizei weitere 20 als schwer und 62 als leicht verletzt. Der Gesundheitszustand einiger Schwerverletzter sei nach wie vor ernst. Nach Behördenangaben sind inzwischen alle Todesopfer identifiziert. Die Männer im Alter zwischen 24 und 59 Jahren stammen aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sowie aus dem Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg.

Zwei Regionalzüge mit etwa 150 Fahrgästen waren am Dienstagmorgen bei Bad Aibling in Oberbayern auf eingleisiger Strecke frontal zusammengeprallt und hatten sich ineinander verkeilt. An allen bayerischen Bahnhöfen wurde laut Deutscher Bahn am Donnerstagmittag um 12.00 Uhr eine Schweigeminute für die Opfer des Unglücks abgehalten.

Höchste Vorsicht bei Bergungsarbeiten

Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen am Donnerstag weiter. Dabei müsse vorsichtig vorgegangen werden, weil die ineinander verkeilten Züge unter hoher Spannung stünden und Einsatzkräfte durch umherfliegende Teile gefährdet werden könnten, erklärte die Polizei. Die Bergung der Zugteile wird nach Angaben der Deutschen Bahn noch mindestens bis Freitag andauern.

Es wurden laut Bahn zunächst die weniger stark beschädigten Wagen an den jeweiligen Enden der Züge geborgen. Dabei waren auch zwei Notfallkräne mit einer Tragkraft von 160 und 60 Tonnen im Einsatz. Nach Abschluss der Bergung muss noch die Fahrbahn repariert und die Oberleitung montiert werden.

Dritte Blackbox noch nicht gefunden

Die Ermittler arbeiteten unterdessen weiter intensiv daran, die Unglücksursache zu klären. Sachverständige des Eisenbahn-Bundesamtes übernahmen laut Polizei die Auswertung der beiden bereits gefundenen Blackboxen. Eine dritte Box wurde noch in den Zugtrümmern vermutet. Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich bislang nicht zu einer möglichen Unglücksursache. Medienberichten zufolge könnte es sich um einen Fall von menschlichem Versagen handeln. 

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