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Ibrahim Abou-Nagie Salafismus gepredigt, Hartz IV erschlichen

Auch ein Hassprediger muss von etwas leben – und sei es Hartz IV. Ganz genau hat es Salafisten-Prediger Abou-Nagie dabei aber nicht genommen. Das Amtsgericht Köln verurteilte ihn nun wegen Betrugs.

Der Salafisten-Prediger Ibrahim Abou-Nagie ist wegen gewerbsmäßigen Betrugs beim Bezug von Hartz-IV-Leistungen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und einem Monat verurteilt worden. Nach dem Urteil des Amtsgerichts Köln hat Abou-Nagie, der als Initiator der umstrittenen Koran-Verteilaktion "Lies!" für Aufruhr gesorgt hatte, zu Unrecht Sozialleistungen in Höhe von rund 54.000 Euro bezogen.

Der 51-Jährige habe mehrere Konten und Nebeneinkünfte verschwiegen, so das Gericht. Demnach hatte er unter anderem Zugriff auf ein Spendenkonto, das nach Überzeugung des Gerichts zum Schein auf den Namen eines Mitangeklagten lief. Dieser Mann wurde freigesprochen. Es sei nicht erwiesen, dass er über den Betrug Bescheid wusste, hieß es im Urteil.

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Abou-Nagie gilt bei Experten als Hassprediger. Unabhängig davon erhielt er seit 2005 für sich und seine Frau und drei Kinder Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Das Urteil des Gerichts bezieht sich auf die Zeit zwischen Februar 2010 und Mai 2012. Im Jahr 2011 organisierte der Salafist die deutschlandweite Koran-Verteilaktion. Finanziert wurde sie durch Spenden von Muslimen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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