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Bad Aibling Fahrdienstleiter versuchte Züge noch via Funk zu stoppen

Mit Hochdruck werden in Bad Aibling die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Die dritte Blackbox ist inzwischen gefunden. Noch immer schweben Opfer in Lebensgefahr.

Ein Fahrdienstleiter im Stellwerk von Bad Aibling versuchte offenbar noch, die aufeinander zufahrenden Züge via Notruf zu stoppen. Er soll kurz hintereinander über Sprechfunk zwei Notrufe an die Züge abgesetzt haben. Das berichtet „Spiegel Online“. Der erste Notruf erreichte die Lokführer wohl tatsächlich noch vor dem Zusammenstoß, der zweite jedoch erst, als der Crash bereits geschehen war. 

Bei den Aufräumarbeiten in Bad Aibling haben Experten die gesuchte dritte Blackbox unterdessen in den Trümmern gefunden. Der Fahrtenschreiber zeichnet relevante Informationen während der Fahrt auf und soll dazu beitragen, die Ursache für das Zugunglück mit inzwischen elf Toten herauszufinden. "Die anderen beiden sind noch bei der Auswertung", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag mit Blick auf die zwei bereits sichergestellten Fahrtenschreiber. Neben möglichen technischen Fehlern prüfen die Ermittler auch, ob menschliches Versagen als Ursache für die Kollision infrage kommt.

Mehr zum Thema: Zahl der Todesopfer steigt auf elf

Die Polizei kommunizierte am Freitagmorgen auch, dass noch immer Opfer in Lebensgefahr schweben. "Es ist leider so, dass einige in einem kritischen Zustand sind", so die Sprecherin. Es stehe zu befürchten, dass nach dem elften Todesopfer vom Vortag noch weitere Menschen den Kampf um ihr Leben verlören.

Bergung der Züge fortgesetzt

An der Unglücksstelle wurden derweil die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Ob sie bereits im Laufe des Tages beendet werden können, war zunächst unklar. Wegen der hohen Spannung, die auf dem verbogenen Metall liegt, sind die Arbeiten sehr gefährlich. Bei Bewegung von Trümmerteilen können Elemente abbrechen und wie Geschosse durch die Gegend fliegen.

Am Dienstagmorgen waren auf der eingleisigen Strecke in Oberbayern zwei Regionalzüge frontal ineinandergerast. Am Donnerstag stieg die Zahl der Toten auf elf, ein 47 Jahre alter Mann aus dem Landkreis München starb in einem Krankenhaus. Zudem gab es 20 Schwerverletzte und 62 Leichtverletzte.

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