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Erschütternde Bilder aus Nigeria Wie dieser "verhexte" Junge dem Tod entkam

Diese Fotos gehen um die Welt. Sie zeigen einen "verhexten" Jungen aus Nigeria. Er war dazu verdammt, auf der Straße zu sterben. Doch dann rettete ihm eine Begegnung das Leben.

Es sind Bilder, die um die Welt gehen. Die aufrütteln, die bewegen. Und es sind Bilder, die nur schwer zu ertragen sind. Denn sie zeigen einen kleinen Jungen, der dem Tod nahe ist. Nackt steht er auf einer Straße in Nigeria und trinkt Wasser aus einer Flasche. Der Körper des Jungen ist dreckig, sein Bauch ist aufgebläht. Seine Hände und seine Füße sind verkrampft.

Vor ihm sitzt die Entwicklungshelferin Anja Ringgren Loven. Sie hält die Wasserflasche, aus der der Junge trinkt. Die Dänin rettete ihm das Leben. Später veröffentlichte sie diese und weitere Bilder auf Facebook. Loven will die Welt auf das Leiden in dem westafrikanischen Land aufmerksam machen. Und sie will um Unterstützung für die von ihr vor drei Jahren gegründete Hilfsorganisation DINNødhjælp bitten.

Auf der Webseite der Organisation und auf ihrer Facebook-Seite beschreibt Loven, welche Tragödie sich hinter den Bildern verbirgt. Denn der Junge wurde offenbar von seinen Eltern verstoßen. Sie hielten ihn für verhext. In Nigeria und anderen afrikanischen Ländern kommt es dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge oft zu solchen Anschuldigungen. In der Regel werden sie von Priestern nach einem unglücklichen Zwischenfall in der Familie des Kindes ausgesprochen. Zehntausende Fälle soll es der Hilfsorganisation Safe Child Afrika zufolge pro Jahr geben.

Loven fand den Jungen, den sie später Hope ("Hoffnung") nannte, Ende Januar. Acht Monate soll er zuvor durch die Straßen gewandert sein. Nackt, krank und auf der Suche nach Nahrung. Dann entdeckte Loven ihn.   

Nach seiner Rettung wurde Hope in ein Krankenhaus gebracht und mit Medikamenten versorgt. (Foto: Facebook/Anja Ringgren Loven)

Hope wurde nach seiner Rettung in ein Krankenhaus eingeliefert, mit Essen und Medikamenten versorgt. Mittlerweile gehe es ihm besser, so die Entwicklungshelferin. "Er ist ein starker kleiner Junge." Loven postete auch Fotos, die Hope beim Spielen mit dem Sohn der Dänin zeigen.

Mittlerweile geht es Hope besser. Hier spielt er mit Anja Ringgren Lovens Sohn. (Foto: Facebook/Anja Ringgren Lovén)

"Ich bin so überwältigt und dankbar", schrieb Loven auf der Webseite ihrer Hilfsorganisation. Die Dänin war sich durchaus bewusst, dass die Bilder für Diskussionen sorgen würden. Doch sie wollte damit eines verdeutlichen: "Diese Fotos zeigen, warum ich immer weiter kämpfe." Die Reaktionen gaben ihr recht. Nach der Veröffentlichung der Aufnahmen bekam DINNødhjælp in nur zwei Tagen eine Million Kronen (rund 134.000 Euro) an Spenden.

Loven kündigte an, ein Krankenhaus zu errichten, das sich um misshandelte Kinder kümmern soll. Der geplante Name: Hope-Klinik.

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