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Mexiko-Reise von Franziskus Hier platzt dem Papst der Kragen

So hat man den sonst so freundlichen Papst selten gesehen: In Mexiko wurde er durch einen Gläubigen auf ein im Rollstuhl sitzendes Kind gedrückt. Mit wütendem Gesicht herrscht Franziskus ihn an.

Ein allzu stürmischer Gläubiger hat Papst Franziskus in Mexiko in Rage gebracht. Auf am Mittwoch im Internet zirkulierenden Aufnahmen ist zu sehen, wie der 79-Jährige in einem kurzen Gedränge auf ein im Rollstuhl sitzendes Kind fällt. Der Papst rappelt sich schnell wieder auf – ist aber sichtbar wütend auf den Verursacher seines Sturzes. Mit erhobener Hand und wütendem Gesicht herrscht er ihn an: "Sei nicht so egoistisch, sei nicht egoistisch."

Der Vorfall ereignete sich bei einer Messe in Morelia im westlichen Bundesstaat Michoacán. Dabei begibt sich Franziskus den Videoaufnahmen zufolge zu behinderten Kindern, die in der ersten Reihe sitzen. Hinter ihnen drängeln sich zahllose Jugendliche, die auch ihr Idol grüßen wollen. Hände werden Richtung Franziskus gestreckt, man will ihn berühren, zieht an ihm. Und plötzlich stürzt er auf ein Kind im Rollstuhl – und bekommt seinen Wutanfall.

Nach seinem kurzen Ausbruch fängt sich der Papst schnell und lächelt wieder. Der 79-Jährige hat schon mehrmals zugegeben, dass er schnell wütend werde. Genauso schnell beruhige er sich aber wieder. Vatikansprecher Federico Lombardi sprach nach dem Vorfall in Morelia von einer "normalen und menschlichen" Reaktion von Franziskus.

Hunderte Polizeikräfte abgezogen - zehn Tote in Acapulco

Der Papst-Besuch stellt ganz Mexiko auf den Kopf. Das Land bündelte Polizeikräfte, die andernorts offenbar bei der Abschreckung und Verbrechensbekämpfung fehlen: In der südlichen Hafenstadt Acapulco wurden nach Polizeiangaben während des Papst-Besuchs binnen zwei Tagen mindestens zehn Menschen getötet. Zwei der Morde ereigneten sich demnach an belebten Stränden inmitten von Touristen.

An einem Strand feuerte laut Polizei eine sechsköpfige Gruppe auf ein Opfer unter einem Sonnenschirm – nur wenige Meter entfernt von zwei Urlauberpaaren aus den USA. Am Dienstagabend töteten Bewaffnete einen Händler am Strand von Condesa, auch in diesem Falle waren laut Polizei ausländische und mexikanische Touristen in der Nähe.

Während des Mexiko-Besuchs von Papst Franziskus wurden hunderte Polizeibeamte zum Schutz des Kirchenoberhaupts abgezogen. Der Gouverneur des Bundesstaats Guerrero, Héctor Astudillo Flores, setzte während dieser Zeit auf Verstärkung durch Soldaten des Heeres und der Marine. Der Papst kehrt am Donnerstag nach Rom zurück.

Guerrero mit der Hauptstadt Acapulco ist einer der mexikanischen Bundesstaaten mit der höchsten Verbrechensrate und Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen den Drogenkartellen Los Rojos und Guerreros Unidos.

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