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55-Jähriger verurteilt Ein WhatsApp-Chat kann Kindesmissbrauch sein

Ob sie mal "was machen" könnten, fragte ein Mann aus dem Münsterland seine neunjährige Bekannte. Und macht Andeutungen auf eine schöne Nacht. Sexueller Missbrauch, urteilte ein Oberlandesgericht.

Eine Nachricht auf das Handy einer Neunjährigen kann nach einem Urteil sexueller Missbrauch von Kindern sein. Das hat das Oberlandesgericht Hamm am Freitag mitgeteilt. Bewerten mussten die Richter eine Nachricht über WhatsApp. Darin hatte ein 55-jähriger Mann das Mädchen gefragt, ob sie mal "zu 4 was machen" könnten.

Gemeint waren er, das Mädchen mit ihrem Freund und eine minderjährige Freundin. In dem Dialog hatte der Mann Andeutungen auf eine schöne Nacht gemacht und gefragt, ob es für ihn eine Freundin gebe, die nicht erwachsen sein müsste. Das Amtsgericht Beckum hatte den Mann zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung von neun Monaten verurteilt.

Als Straftatbestand gilt den Angaben zufolge, wenn ein Täter ein Kind über Briefe oder Kommunikationstechnologie zu sexuellen Handlungen bringen will. Das betreffe auch sexuelle Handlungen, die das Kind vor dem Täter oder einem anderen Menschen vornehmen soll. In dem konkreten Fall habe der Mann bewusst bei dem Mädchen Neugier wecken wollen.

Der damals 55 Jahre alte Mann aus Oelde, der sowohl die Tochter wie ihre Mutter seit einiger Zeit kannte, hatte im Jahr 2014 mit dem neunjährigen Mädchen über den Kurznachrichtendienst gechattet. Das Oberlandesgericht bestätigte mit seiner rechtskräftigen Entscheidung das Urteil des Amtsgerichts Beckum.

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