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Kurdo-Autogrammstunde in Dortmund Absage führt zu Rangeleien und mieser Stimmung

Eine Autogrammstunde des Rappers Kurdo in Dortmund ist aus dem Ruder gelaufen. Nachdem Tausende Fans kamen, wurde die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt. Es kam zu Rangeleien.

Massenkrawalle bei einer Autogrammstunde des Rappers Kurdo: Mehr als 3000 Fans drängten am Freitagnachmittag zum Saturn-Markt im Dortmunder Stadtteil Eving. Als die Polizei die Menge zurückweisen wollte, flogen Flaschen – es kam zu Tumulten.

Allein 1000 Menschen sollen sich nach Angaben der Polizei in dem Elektronikmarkt befunden haben. Der eingesetzte Sicherheitsdienst sei von dem Andrang total überfordert gewesen, deshalb habe die Filialleitung die Polizei gerufen. Ein Mitarbeiter des Marktes sei zu diesem Zeitpunkt schon verletzt gewesen, hieß es.

Kurdo hatte zuvor auf Facebook seine Fans noch aufgefordert, zur Autogrammstunde nach Dortmund zu kommen. Dass es dann so viele werden würden, hatte der Rapper aber offenbar nicht erwartet. Die Einsatzkräfte sperrten daraufhin das Gebäude, sagten die Veranstaltung ab und geleiteten den Rapper, der sich bereits in dem Markt befand, hinaus. 

Polizisten mit Flaschen beworfen

Nach Angaben der Polizei widersetzten sich einige Fans aus der Menge massiv und gewalttätig. Die Einsatzkräfte wurden mit Flaschen, Feuerzeugen und diversen anderen Gegenständen beworfen. Die Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein – Letztere aber nach Angaben der Beamten nur zum Zurückdrängen der Massen, nicht zum Schlagen.

Drei Personen wurden vorläufig festgenommen, zwei Menschen aus der Menge wurden leicht verletzt. Der Großteil der Fans zeigte sich enttäuscht, aber einsichtig und trat den Heimweg an. Kurdo entschuldigte sich auf Facebook bei seinen Fans und hoffte, die Autogrammstunde mit besserer Organisation nachholen zu können. Viele Fans reagierten trotzdem sehr wütend und pöbelten in den Kommentaren.

Kurdo versuchte sich zu rechtfertigen und schrieb daraufhin auf Facebook: "Es tut mir echt leid die Polizei hat uns Platzverweis gegeben ich könnte Leider nichts machen...". Die Dortmunder Polizei sagte allerdings in ihrer Pressemitteilung, dass Veranstalter, Künstler und Polizei sich darauf geeinigt hätten, die Autogrammstunde abzusagen. Der nächste Autogrammtermin ist am heutigen Samstag in einem Media-Markt in Hamburg-Altona geplant.

Flüchtling aus dem Irak

Kurdo kam als achtjähriges Flüchtlingskind aus dem Irak nach Deutschland. Der Rapper aus Heidelberg provoziert mit seinen Texten von Gewalt auf der Straße und einem Leben im Getto. Sein Debütalbum "Slum Dog Millionaer" landete auf Anhieb auf dem sechsten Platz der deutschen Albumcharts. Sein zweites Album "Almaz" stieg auf Platz drei ein.

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