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Bunker-Entführung Schwedischer Arzt muss zehn Jahre ins Gefängnis

Tagelang hatte er seine "Traumfrau" eingesperrt, es sollten Jahre werden. Stattdessen muss ein schwedischer Arzt nun selbst in Haft. Nur von einem schwerwiegenden Vorwurf sprach das Gericht ihn frei.

Tagelang hatte ein schwedischer Arzt eine Frau in einem bunkerartigen Verlies gefangen gehalten. Nun soll er nach einem Gerichtsurteil für zehn Jahre ins Gefängnis kommen. "Grund für die lange Strafe ist, dass der Arzt die Tat minutiös und über lange Zeit geplant hat", teilte das Stockholmer Gericht mit. Außerdem muss der Mann 180.000 Kronen (rund 19.000 Euro) Schadenersatz an die junge Frau zahlen. Von dem Vorwurf der Vergewaltigung sprachen die Richter den Schweden frei.

Jahrelang hatte der Arzt an einem Bunker neben seinem Haus in der südschwedischen Provinz Schonen gearbeitet. Schalldicht sollte er sein, damit keine Schreie nach außen dringen können. Eingerichtet war das Verlies mit einem kargen Bett, einem Tisch, zwei Stühlen und einem Kühlschrank. Hier war die junge Schwedin im September fast eine Woche lang eingesperrt. Der 38-Jährige wollte sie zu seiner Lebensgefährtin machen, Sex mit ihr haben. Es sollten Jahre werden, so der Plan.

Sie war seine "Traumfrau"

Das Martyrium begann mit einem romantischen Date in der Wohnung der Frau in Stockholm. Der Mediziner hatte Erdbeeren und Champagner dabei - die Früchte waren jedoch mit Schlafmittel versehen, das die Schwedin außer Gefecht gesetzt haben soll. In seinem Auto habe er sie dann nach Schonen gebracht.

Laut seiner Verteidigerin Mari Schaub habe der Arzt jemanden finden wollen, mit dem er zusammenleben konnte. "Sie war seine Traumfrau."

Der Angeklagte hatte die Frau freigelassen, nachdem ihm klargeworden war, dass die Frau von Angehörigen vermisst wird. Aber er habe gehofft, so seine Verteidigerin, "dass sie bei ihm bleiben wollen würde".

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