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Mitbewohner verliert vor Gericht WG-Bewohner dürfen Mutter vor die Tür setzen

Ein 26-jähriger Student hat seiner Mutter während eines Urlaubs das WG-Zimmer überlassen. Doch die Mitbewohner waren nicht einverstanden und riefen die Polizei – mit Recht, so ein Gericht.

Wenn die Mutter eines Studenten gegen den Willen der anderen WG-Bewohner für längere Zeit einzieht, dürfen die Mitbewohner die Frau auch mit Polizeieinsatz aus der Wohnung werfen. Die WG-Bewohner haben ein Hausrecht, der Verweis aus der Wohnung sei daher rechtens, erklärte das Oberlandesgericht Hamm in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil. Weil sich die Frau geweigert habe, nach Aufforderung eines Mitbewohners die Wohnung zu verlassen, habe sie Hausfriedensbruch begangen. (AZ: 11 U 67/15)

In dem konkreten Fall hatte ein 26-jähriger Student seine Mutter gebeten, während seines Urlaubs auf die Wohnung aufzupassen und seine Haustiere zu versorgen. Daraufhin zog die Frau während der Abwesenheit ihres Sohnes in die Wohngemeinschaft ein. Ein anderer Mitbewohner der WG lehnte den dauernden Aufenthalt der Frau ab und forderte sie zum Verlassen der Wohnung auf.

Prellungen durch Handgemenge

Als die Frau sich weigerte, verständigte der Mitbewohner die Polizei. Hierbei entstand ein Handgemenge, als die Frau versuchte, ihrem herbeigerufenen Ehemann Zutritt zu der Wohnung zu verschaffen. Die Frau forderte daraufhin ein Schmerzensgeld.

Das Gericht wies die Forderung nach Schmerzensgeld ab. Die Polizei habe rechtmäßig gehandelt. Sie sei berechtigt gewesen, gegen die Frau einen Platzverweis auszusprechen und diesen dann mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Die von der Frau beklagten Verletzungen wie Prellungen seien nicht Folge des Polizeieinsatzes, sondern des Tumults. Das Handgemenge habe die Frau jedoch selbst verursacht bei dem Versuch, die Wohnungstür für ihren Ehemann zu öffnen.

Laut Gericht hätte der Sohn seiner Mutter lediglich das Betreten der Wohnung gestatten dürfen, um die Haustiere zu versorgen. Er habe ihr jedoch nicht einen dauerhaften Aufenthalt in den auch gemeinschaftlich genutzten Räumen erlauben dürfen.

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