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Polizei sucht Zeugen Mann stirbt vor Imbiss in Berlin-Friedrichshain

Mitten auf einer Berliner Partymeile stirbt ein Mann auf dem Gehweg. Er ist offenbar getötet worden - mehr ist nicht bekannt. In der Gegend nehmen Gewalt und Kriminalität seit längerem stark zu.

In der Nähe eines beliebten Partygeländes in Berlin-Friedrichshain ist ein Mann ersten Erkenntnissen zufolge getötet worden. Er brach in der Nähe des RAW-Geländes in Friedrichshain vor einem Imbiss zusammen und starb. Die Art seiner Verletzungen am Oberkörper deute darauf hin, dass der Unbekannte Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sei, teilte die Polizei mit. Die Hintergründe seien noch unklar. Von möglichen Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Die Polizei bat um Mithilfe von Zeugen. Die ermittelnde Mordkommission erhoffe sich Informationen von den vielen Menschen, die in der Nacht zum Samstag in dem beliebten Ausgehviertel unterwegs waren, sagte ein Sprecher. Este Hinweise seien eingegangen. Eine Obduktion wurde am Samstag durchgeführt, aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei die Ergebnisse allerdings nicht bekannt.

Nach erstem Augenschein handle es sich bei dem Opfer um einen jüngeren Mann, sagte der Sprecher. Seine Identität war noch unklar. Der Vorfall ereignete sich an der Ecke der Revaler Straße und der Warschauer Straße - wenige Meter vom RAW-Gelände entfernt. Auf der Partymeile mit mehreren Clubs sind in den vergangenen zwei Jahren die Zahlen der Gewalt-, Drogen- und Eigentumsdelikte deutlich gestiegen. 

Im vergangenen August etwa griffen zwei Männer die Frontfrau der Rock-Gruppe Jennifer Rostock an. Einer der beiden verletzte den Begleiter der Sängerin mit einem Messer am Hals. Im Oktober wurde unweit des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerks ein Mann mit einer schweren Schnittwunde gefunden.

In einer Mitteilung forderte die SPD Friedrichshain-Kreuzberg am Samstag eine mobile Polizeiwache am RAW-Gelände. "Es kann doch nicht sein, dass jede Nacht die Wannen der Polizei durch den Friedrichshainer Nordkiez fahren, während gut zwei, drei Kilometer weiter rund ums RAW-Gelände Gewaltdelikte, Drogenhandel und Taschendiebstähle an der Tagesordnung sind", sagte die SPD-Kreisvorsitzende Julia Schimeta. Innensenator Frank Henkel (CDU) müsse endlich vernünftige Prioritäten setzen.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die um Mitternacht im Bereich der Revaler Straße und der Warschauer Straße unterwegs waren. Telefonnummer Mordkommission: 030-4664–911 333 oder Mail: lka113-hinweis@polizei.berlin.de

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