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Peinliche Panne Neuburg hat wieder eine Adolf-Hitler-Straße

Eine Adolf-Hitler-Straße im Deutschland des 21. Jahrhunderts: Gibt es nicht? Gibt es doch - und zwar im 30.000-Einwohner-Städtchen Neuburg an der Donau. Schuld ist eine peinliche Panne.

Im 30.000-Einwohner-Städtchen Neuburg an der Donau versuchte man, nach dem Krieg so schnell wie möglich das nationalsozialistische Erbe von der Straße zu verbannen: Wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet, wurde aus der Mussolinistraße binnen eines guten Monats wieder die Theresienstraße, aus der General-von-Epp-Straße die Rosenstraße und aus dem Platz der SA der Oswaldplatz. Kurz: Die Straßen erhielten ihren ehemaligen Namen zurück. So auch die Adolf-Hitler-Straße, sie sollte fortan wieder Luitpoldstraße heißen.

Doch der Oswaldplatz machte Probleme: Statt Oswaldplatz wurde der ursprüngliche Name Markusplatz, so hieß dieser bis 1921, ins Protokoll eingetragen. Ein Problem, das der Bauausschuss im Oktober 2014 versuchte, aus dem Weg zu schaffen. Versehentlich erklärten die Stadträte dabei alle Umbenennungen der Nazi-Straßen für ungültig.

Offiziell gibt es seit 2014 folglich auch wieder eine Adolf-Hitler-Straße in Neuburg, auch wenn das Straßenschild nach wie vor Luitpoldstraße zeigt. Ab Dienstag soll der Beschluss von 1945 aber wieder greifen. Für den Markusplatz ist eine Sonderregelung angedacht. Dann ist das Erbe des Nationalsozialismus hoffentlich endgültig von den Straßen der oberbayerischen Kreisstadt verbannt.

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