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Tsunami-Warnung aufgehoben Seebeben versetzt Indonesier in Panik

Nach einem Seebeben vor der Küste von Indonesien hatten die dortigen Behörden kurzzeitig eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Die Menschen an den Küsten flüchteten in höhere Gebiete.

Vor der Küste Indonesiens hat sich ein schweres Erdbeben ereignet - erste Tsunami-Warnungen nahmen die Behörden jedoch nach kurzer Zeit zurück. Entwarnung gaben die Lokalbehörden für Padang in Sumatra, wie ein Beamter den Lokalmedien am Mittwochnachmittag sagte. Von den relativ nahe am Zentrum des Bebens liegenden Mentawai-Inseln wurden zunächst keine Schäden gemeldet.

Ein Augenzeuge in der Stadt Padang berichtete, dass die Einwohner sich in höher gelegene Gebiete geflüchtet hatten, nachdem die Tsunami-Warnung von den örtlichen Moscheen verbreitet worden sei. "Die Menschen hatten Panik und flohen zu Fuß oder auf ihren Motorrädern. Es gab Verkehrsstaus", sagte Muhammad Ridho.

Nach dem Beben mit einer Stärke von mindestens 7,7 war zunächst von einem Tsunami-Risiko für Teile von Sumatra, darunter Aceh, Bengkulu, Nordsumatra und Lampung sowie für die Menatawi-Inseln gewarnt worden. "Das Risiko ist sehr gering, aber die Bewohner in den Küstenregionen sollten derzeit noch nicht dorthin zurückkehren", sagte ein Sprecher der indonesischen Tsunami-Warnzentrums in Jakarta.

Das Seebeben ereignete sich etwa 800 Kilometer südwestlich von Padang in Sumatra in einer Tiefe von 10 Kilometern. (Foto: dpa)

Unterschiedliche Angaben zur Stärke

Das Beben habe in diesem Fall nur zu horizontalen und nicht zu vertikalen Verschiebungen des Meeresbodens geführt, sagte Prof. Rainer Kind vom Helmholtz-Zentrum. Dadurch bestehe nur ein geringes Tsunami-Risiko. Zu vertikalen Verschiebungen komme es, wenn sich Beben näher an der Küste ereigneten.

Zu der Stärke des Bebens gab es zunächst unterschiedliche Angaben, es hatte mindestens eine Stärke von 7,7. Japanische Seismologen maßen eine Stärke von 8,3. Das Zentrum des Bebens lag demnach etwa 800 Kilometer südwestlich von Padang in der geringen Tiefe von 10 Kilometern. Auch für die zu Australien gehörenden Cocos- und Weihnachtsinseln wurde eine Tsunami-Warnung ausgesprochen.

Die indonesischen Behörden meldeten keine Schäden von den Sumatra vorgelagerten Mentawai-Inseln. "Wir haben mit Beamten auf Mentawai gesprochen, und sie haben uns gesagt, es gebe weder Schäden noch Opfer", sagte der Chef der für die Region zuständigen Behörde für Katastrophenschutz dem Rundfunksender Elshinta. Im Oktober 2010 kamen nach einem Erdbeben und Tsunami vor den Mentawai-Inseln 500 Menschen ums Leben.

In Indonesien bebt häufig die Erde. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, wo es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt. Am 26. Dezember 2004 starben mehr als 200 000 Menschen bei einem gewaltigen Erdbeben und Tsunami im Indischen Ozean mit der Stärke 9,1. 

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