Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Suche nach MH370 Trümmerteil von Boeing 777 in Mosambik gefunden?

Es ist noch immer das größte Rätsel der Luftfahrtgeschichte: Vor zwei Jahren verschwand Flug MH370 auf einmal vom Radarschirm. Möglicherweise ist jetzt ein Wrackteil aufgetaucht.

Ein Wrackteil einer Boeing 777 ist an diesem Wochenende an einem Küstenstreifen in Mosambik gefunden worden. Vermutlich handelt es sich dabei um Überreste des verschwundenen Passagierflugzeugs des Fluges MH370, berichteten US-Behörden dem Nachrichtensender CNN.

Das neu entdeckte Trümmerteil wird jetzt zur genaueren Untersuchung nach Malaysia gebracht. Das Stück soll zu einem horizontalen Stabilisierungsbauteil der Boeing gehören. Da aktuell keine andere Maschine des Typs 777 vermisst wird, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Fundstück MH370 zuzuordnen ist.

Maschine seit zwei Jahren vermisst

Die Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 kurz nach ihrem Start in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur mit Ziel Peking vom Radar verschwunden. Eine im Juli 2015 auf der Insel Réunion angeschwemmte Flügelklappe war bisher das einzige gefundene Wrackteil der Boeing 777. Die Suche nach MH370 geht im südlichen Indischen Ozean weiter. Dort suchen derzeit vier Spezialschiffe mit Sonderausrüstung wie Sonargeräten und Tiefseedrohnen nach Überresten des Flugzeugs.

Unterdessen ist ein erbitterter Kampf um Entschädigungszahlungen entbrannt. Die Entschädigung der Angehörigen von Flugzeugunfallopfern ist international geregelt, wonach jeder rund 150.000 Euro erhalten soll. Viele Angehörige wollen sich aber mit der Summe nicht zufriedengeben. Kanzleien in Malaysia, den USA und Australien vertreten Angehörige, die mit Klagen deutlich mehr erreichen wollen.

"Wir verklagen im Namen von 15 Mandanten die Behörde für Zivilluftfahrt, die Einwanderungsbehörde, die Luftwaffe und die Regierung", sagt Anwalt Gary Edward Chong aus Kuala Lumpur der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werfen ihnen Fahrlässigkeit vor. Gegen die Fluggesellschaft machen wir Vertragsbruch geltend."

Vorwurf mangelhafter Überwachung

Die Passagiere hätten schließlich einen Vertrag über die sichere Beförderung von Kuala Lumpur nach Peking mit der Airline geschlossen. Den Behörden werfen die Anwälte vor, den Flug nicht richtig überwacht zu haben und zwei Passagiere mit gefälschten Pässen an Bord gelassen zu haben. Die Luftwaffe hatte das Flugzeug nach seiner Kursänderung zwar auf einem Radar gesehen, aber nichts unternommen.

"Wir vertreten Angehörige von etwa 40 Passagieren", sagt Anwalt Roy Altman aus Miami. Neben Malaysia Airlines und den malaysischen Behörden verklagen sie auch den Flugzeughersteller Boeing, "wegen widerrechtlicher Tötung und Produkthaftung", wie Altman sagt. "Die Summen, um die es geht, sind vertraulich."

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.