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"Banale Vorurteile" Heino und Kollegen kritisieren Schlager-"Tatort"

Der Sachsen-"Tatort" hat die Szene der Volksmusikanten aufgebracht. Die Macher seien von "banalen Vorurteilen geprägt" und zögen die "Branche durch den Dreck", so Heino, Marianne und Michael.

Der neue Sachsen-"Tatort" über einen Mord in der Volksmusik-Szene hat einige Schlagersängern verärgert. "Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat", sagte Musiker Heino, 77, der "Bild"-Zeitung. "Dieser "Tatort" war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans."

In dem am Sonntag ausgestrahlten ARD-Krimi "Auf einen Schlag" – der erste Fall für die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) – drehte sich die Welt der Volksmusik um Geschäfte, alternde Stars und den schönen Schein. Mit 9,55 Millionen Zuschauern hatte der Film auf Anhieb eine gute Quote, wenn auch andere Debüts wie etwa das des Franken-"Tatort" im April 2015 mit mehr als 12 Millionen besser ausfielen.

"Den "Tatort"-Machern ist nichts Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen. Schade, dass man uns Volksmusiker immer so negativ darstellen muss", sagte das Schunkel-Duo Marianne, 63, und Michael, 66, dem Blatt.

Drehbuchautor Ralf Husmann ("Stromberg") hatte sich für seinen ersten "Tatort" die Volksmusikszene ausgesucht, weil dort nach eigenen Worten "noch Rock 'n' Roll drin ist".

Neue Ermittler im MDR-"Tatort": die Schauspieler Martin Brambach (v. l. n. r.), Karin Hanczewski, Alwara Höfels und Jella Haase am Set der ersten Folge "Auf einen Schlag". (Foto: dpa)

"Meckert ihr mal weiter über den #Tatort Dresden, ich fand die Sprüche stark und wurde trotz mäßiger Story bestens unterhalten!", hielt der Twitterer Klappspatel den Volksmusikern und anderen Kritikern entgegen. "Weltstars motzen über den #Tatort – nächstes Mal dürfen sie mitspielen", meinte Twitterer Frank Behrendt in dem Kurznachrichtendienst.

Zur Dramaturgie gab es unterschiedliche Meinungen: "Der #Tatort insgesamt war ausbaufähig, wenn auch gewöhnungsbedürftig", meinte User BulliTH in seinem Beitrag auf Twitter. Twitterer Alf mochte den Film nicht: "Schlecht,schlechter am Schlechtesten! Kotzen, Pöbeln, rassistische Sprüche und die Sachsen als Idioten gezeichnet."

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