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Flugzeugabsturz in Osnabrück Irakischer Flüchtling wird zum Lebensretter

Ein Kleinflugzeug ist in Osnabrück auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft abgestürzt. Ein Tierarzt aus dem Irak zögerte nicht und rettete Pilot und Kopilot aus dem brennenden Wrack.

Ein irakischer Tierarzt hat am Donnerstag den Opfern eines Flugzeugabsturzes in Osnabrück das Leben gerettet. Der 34 Jahre alte Asylbewerber befreite zwei schwer verletzte Männer unmittelbar nach dem Unglück aus dem Wrack einer zweimotorigen Maschine und leistete Erste Hilfe, wie die Polizei mitteilte.

"Seine schnelle Reaktion war vorbildlich", sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst. "Damit hat er dem Piloten und dem Kopiloten vermutlich das Leben gerettet, zumal aus dem Wrack auch noch Kraftstoff ausgelaufen ist."

Es habe die Gefahr eines Brandes oder sogar einer Explosion bestanden. Zwei weitere Männer wurden bei dem Absturz leicht verletzt. Rettungswagen brachten alle vier Verletzten in Krankenhäuser.

In Unterwäsche zum Wrack gelaufen

Der Iraker Hassanien Salman wohnt derzeit in einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge auf einem ehemaligen Kasernengelände. Auf diesem Gelände war die Maschine vom Typ Piper 34 T aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt. Sie war kurz zuvor auf einem benachbarten Flugplatz im Stadtteil Atter zu einer Geschäftsreise gestartet. Der 35 Jahre alte Pilot gilt als erfahren.

Salman sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), dass er gerade unter der Dusche stand, als er ein seltsames Geräusch vernahm. Dabei handelte es sich mutmaßlich um den aufheulenden Motor der Piper Seneca. Wenige Sekunden später habe er einen sehr lauten Knall vernommen, als wären zwei Züge zusammengestoßen, berichtet der Flüchtling weiter.

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Als er die Trümmer auf der Wiese gut 200 Meter entfernt sah, eilte er in Unterwäsche zu Hilfe. Dem Bericht zufolge hätten sich zwei Personen bereits selbst befreien können, zwei weitere saßen auf den Vordersitzen fest.

Gemeinsam mit einem weiteren Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, der inzwischen ebenfalls herbeigeeilt war, habe er mit Feuerlöschern gelöscht. Danach retteten sie die Schwerverletzten aus den Trümmern. Er sei zwar nur Tierarzt, so der Iraker zur NOZ, aber er habe die Schwere der Kopfverletzung eines Mannes erkennen und erste Maßnahmen einleiten können.

Die Anerkennung für seinen Mut war dem Iraker dem Bericht zufolge etwas peinlich. Menschen seien in Not gewesen, er habe nur getan, was getan werden musste, sagte er demnach auf Englisch.

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