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Vorfall im Erlebnisbad Oberhausen Asylbewerber sollen Mädchen belästigt haben

Erneut sind in einem Schwimmbad weibliche Gäste von Männern belästigt worden. Für die Vorfälle in einem Freizeitbad in Oberhausen sollen etliche Asylbewerber verantwortlich sein.

Was wahrscheinlich als fröhlicher Ausflug ins Schwimmbad begann, endete für drei Mädchen offenbar äußerst unangenehm. Das lassen zumindest die Schilderungen vermuten, mit denen sich die drei im Alter von elf bis 14 Jahren am Samstagnachmittag an das Aufsichtspersonal des Freizeitbades im Oberhausener Aquapark wandten.

Mehrere junge Männer wären ihnen viel zu nahe gekommen und hätten sie begrapscht. "Unsittlich berührt", so heißt es im Polizeijargon. Andreas Wilming-Weber, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberhausen, weiß es genauer. Die Mädchen hatten von Händen auf Po und Brust gesprochen. 

Zur Glaubwürdigkeit der Mädchen verweist er auf die Tatsache, dass die Betroffenen unabhängig voneinander ihre Erlebnisse sowohl dem Aufsichtspersonal des Schwimmbades als auch der Polizei geschildert hatten. Die Tatverdächtigen waren bald ausgemacht. Bis die Polizei eintraf, hielten sie Angestellte des Erlebnisbades fest: Acht Männer, zwischen 18 und 21 Jahre alt, Asylbewerber, sieben aus Syrien und ein Mann aus Tadschikistan.

Es gibt keine Hinweise auf abgesprochene Übergriffe

Laut Informationen der Polizei Oberhausen sind die Verdächtigen "als Zuwanderer erfasst und für den Bereich Krefeld, aber auch für andere Städte in Deutschland gemeldet". Keiner von ihnen stamme aus Oberhausen. Hinweise, dass sie sich zu den Taten abgesprochen haben, gibt es laut Wilming-Weber nicht.

Die Polizei nahm die acht Männer vorläufig fest. Während sich die Opferschutzbeauftragte der Polizei um die betroffenen Kinder und deren Eltern kümmerte, leiteten Beamte vom Fachkommissariat für Sexualdelikte noch am Abend die Ermittlungen ein. Anschließend wurden die Verdächtigen vorerst wieder entlassen.

Auf der Facebookseite der Polizei Oberhausen hat die Meldung eine hitzige Diskussion ausgelöst, insbesondere die Tatsache, dass die Verdächtigen wieder entlassen wurden. "Wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren, solche Subjekte wieder laufen zu lassen???", fragt ein User.

"Todesstrafe wieder einführen!"

Aber auch der Hinweis der Polizei Oberhausen auf die gängige Praxis, Tatverdächtige zu entlassen, solange keine Haftgründe vorliegen, und dass jede strafrechtliche Verfolgung erst polizeilich ermittelt wird, kann die Gemüter nicht beruhigen.

Da wird mit tätlicher Gewalt gedroht. Ein User, der sich selbst als "Ausländer" bezeichnet, schreibt: "Warum sofort Abschieben? Todesstrafe wieder einführen und dann direkt diese ganzen Flüchtlinge die hier hin kommen und sich an kleine Kinder vergreifen köpfen. Und das schreibe ich als Ausländer."

Die Kommentare, die zur Mäßigung aufrufen, die daran erinnern, dass es eine hohe Zahl an sexuellem Missbrauch durch Deutsche gibt, sind in der Minderheit. Immerhin gibt es auch Stimmen wie diese: "Du differenzierst leider wie so viele nicht zwischen diesen Verbrechen und anderen, sondern setzt pauschal alle Asyl-Bewerber gleich auf die Asyl-Betrüger-Liste … Denk mal drüber nach dass man so nicht vorgehen kann."

In Norderstedt soll es zu einer Vergewaltigung gekommen sein

Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen dieser Art. In Norderstedt bei Hamburg soll eine 14-Jährige von zwei afghanischen Flüchtlingen vergewaltigt worden sein. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte daraufhin für Ausgewogenheit im Umgang mit tatsächlichen oder angeblichen Übergriffen durch Flüchtlinge plädiert: "Ich finde jede Art von sexuellen Übergriffen unerträglich. Es ist aber wichtig, dass wir jetzt nicht Bilder produzieren, die das Gefühl in der Öffentlichkeit vermitteln, als hätten wir es nur noch mit Vergewaltigern oder mit sexuellen Übergriffen zu tun."

Die Stadt Bornheim bei Köln hatte im Januar sogar das Schwimmbad "wegen sexuell anzüglichen Verhaltens" vorübergehend für männliche Flüchtlinge ab 18 Jahren geschlossen. Mittlerweile versuchen etliche Schwimmbäder mit Flyern unter anderem auf Arabisch, Besucher über Verhaltensregeln aufzuklären. Dazu gehört nicht nur die Warnung vor der Gefahr von tiefem Wasser für Nichtschwimmer, sondern auch die Anweisung, Frauen verbal oder körperlich nicht zu belästigen.

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