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Schon wieder ein Riesenei aus Wolfenbüttel "Günther, mir ist ganz schlecht!"

Schon zum zweiten Mal hat eins der Hühner von Familie Meyne ein riesiges Ei gelegt. Was ist los in Wolfenbüttel? Die Hühnerhalter selbst können sich nur eine mögliche Erklärung vorstellen.

Auf dem Hof von Ingrid und Günther Meyne in Wolfenbüttel ist die Hölle los: Erst vor zwei Wochen fand das Rentnerehepaar ein 186 Gramm schweres Hühnerei im Stall, jetzt wurde das noch einmal getoppt: 209 Gramm wog das Ei, das sie fanden, während normale Eier auf gerade einmal rund 60 Gramm kommen. Wir haben nachgefragt.

Frau Meyne, was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Rieseneier entdeckten?

Ingrid Meyne: Beim ersten Mal dachte ich, dass mein Mann mir einen Streich spielen wollte. In den Tagen danach haben wir dann immer gewitzelt: "Na, mal sehen, ob wir heute wieder ein Riesenei finden …" Jeden Tag habe ich geguckt, irgendwann hatte ich es fast vergessen. Und dann das jetzt. Ich habe Stielaugen bekommen und zu meinem Mann gesagt: "Günther, mir ist ganz schlecht." Und er: "Na, hast du wieder ein Riesenei gefunden?"

Aber ist das denn nicht eine schöne Geschichte?

Ob es diese Henne war? Ingrid und Günther Meyne wissen es nicht genau. (Foto: dpa)

Meyne: Ja, schon, aber irgendwie auch komisch. Ich hatte wirklich ein mulmiges Gefühl im Magen, als ich das neue Ei auf die Waage gelegt habe. 209 Gramm! Das ist doch Wahnsinn.

Haben Sie schon eine Henne in Verdacht?

Meyne: Da das Ei eine grüne Schale hat, kommt nur ein sogenannter Grünleger infrage. Araucana heißt die Rasse. Zu denen zählen fünf oder sechs unserer 15 Hennen. Welche von denen das aber genau war, wissen wir nicht.

Sie können sich ja auf die Lauer legen und das Huhn überführen.

Meyne: (lacht) Nee, das ist mir zu viel Stress. Ich gehe öfters am Tag mal runter in den Stall und schaue, aber in meinem Alter muss ich nicht mehr Detektiv spielen. Wir besitzen ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück, haben noch vier Kaninchen, zwei Enten, Katzen, Kanarienvögel. Um die müssen wir uns auch kümmern. Mein Mann und ich sind beide Rentner, wir halten uns die Hühner nur fürs Frühstücksei und als privates Hobby.

So viele Eier essen Sie und Ihr Mann allein?

Meyne: Die Hühner legen ja nicht alle jeden Tag eines, auch wenn das der Volksmund so sagt. Und wenn wir doch ein paar zu viel haben, schenken wir sie den Nachbarn. Die kamen übrigens auch alle schon vorbei und haben sich die Rieseneier angeschaut.

Sie sind jetzt wahrscheinlich eine lokale Berühmtheit.

Meyne: Stimmt. Neulich rief jemand, als ich ein paar Straßen weiter unterwegs war: "Da ist die Frau mit dem dicken Ei!" (lacht) Es haben hier sogar schon Leute angerufen, die mir einen Tipp geben wollten, wie ich rausfinden kann, welche der Hennen das grüne Riesenei gelegt hat.

War der Tipp hilfreich?

Meyne: Überhaupt nicht. Die Henne müsse grüne Ohren haben, hieß es. Dabei hat keine meiner Hennen ein grünes Ohr!

Haben Sie denn irgendeine andere Erklärung für die großen Eier? Vielleicht liegt es ja am Futter oder an der Haltung? Machen Sie etwas Besonderes mit Ihren Hennen?

Meyne: Die bekommen kein gekauftes Futter, sondern Salat, Gemüse, Körner. Und sie sind den ganzen Tag draußen im Grünen, in unserem großen Garten. Aber ob das zu den Rieseneiern geführt hat? Wir haben keinen Schimmer. Das wird wohl eher ein Gen sein, das eines der Hühner in sich trägt.

Ihr Hof ist nur acht Kilometer Luftlinie vom Atommülllager Asse entfernt …

Meyne: (lacht) Nee, damit hat das auf keinen Fall etwas zu tun. So was wie in Fukushima gibt es hier Gott sei Dank nicht.

An unserer Telefonleitung klopft es gerade an.

Meyne: Ja, das sind wohl die Nächsten. Seitdem ich das zweite Ei gefunden habe, steht das Telefon nicht mehr still. Mal sehen, ob ich heute noch dazu komme, meinen Kaffee zu trinken.

Wollen Sie sich nun fürs "Guinnessbuch der Rekorde" bewerben?

Meyne: Ach, ich weiß nicht. Ich mache mir deswegen keine Arbeit. Was hätte ich denn davon? Würden Sie das machen?

Wenn man auf die Eier seiner Hühner stolz ist, kann man das doch machen.

Meyne: Ich wüsste nicht einmal, wo ich da anrufen soll. Die sollen selbst anrufen.

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