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Willkommen in Absurdistan! Wer dieses Unwetter-Foto postet, landet im Gefängnis

Ein Land will unbedingt negative Meldungen vermeiden. Das nimmt bizarre Züge an. So ist es verboten, Bilder des jüngsten Unwetters im Netz zu posten. Ansonsten drohen drastische Strafen.

Anfang März erlebten die Vereinigten Arabischen Emirate ungewöhnlich heftige Regenfälle und Überschwemmungen. Der Sturm sorgte für hunderte Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr und das Bildungsministerium hatte alle Schulen für mehrere Tage schließen lassen.

Da Negativschlagzeilen allerdings unerwünscht zu sein scheinen, haben Verantwortliche der Wüstenstaaten die Menschen eindrücklich davor gewarnt, "Gerüchte sowie schädliche Fotos und Videos der Überflutungen, Unfälle und Feuer in sozialen Netzwerken zu verbreiten", berichtet die arabische Zeitung "Emarat Al Youm" aus Dubai.

Solche Handlungen stehen nämlich unter Strafe, schreibt die lokale Nachrichtenplattform "Emirates 24/7". Dokumentationen dieser Art würden "Verwirrung und Panik in der Gesellschaft verursachen", heißt es von offizieller Seite. Zudem wirke es sich "auf den Ruf des Landes und die Anstrengungen der staatlichen Dienststellen aus, die schließlich versuchen Leben zu retten und Besitz zu schützen."

Es drohen Gefängnis und Geldstrafe

Zuständige Vertreter lassen verlauten, dass es sich dabei um "ein unverantwortliches Verhalten" handeln würde. Sie kritisieren, dass im Internet Fotos und Videos von angeblichen Unfällen kursieren, die sich während des Unwetters ereignet haben sollen. Es werde dort von "eingestürzten Gebäuden und im Regenwasser ertrunkenen Menschen" berichtet, "um gezielt Angst unter den Menschen zu verbreiten", so "Emarat Al Youm".

Der Anwalt Yousef Al-Sharif erklärt der Zeitung, dass bei Missachtung der Gesetze und "der Verbreitung falscher Informationen, die dem Ruf des Landes schaden", Gefängnis drohe, sowie eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 246.000 Euro.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine ganze Reihe umstrittener Gesetze, die den Gebrauch sozialer Netzwerke einschränkt. Im Januar wurden zwei Ägypter verhaftet, die ein Selfie vor einem Hotel gemacht hatten, in dem an Neujahr ein Feuer ausgebrochen war. Berichten zufolge müssen beide mit der Abschiebung rechnen.

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