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Riskante Praktik "Pearling" Besserer Sex durch "Penis-Perlen"?

Immer mehr Männer in Europa entdecken das "Pearling" für sich. Dabei werden kleine Kugeln in ihr bestes Stück eingepflanzt. Es hört sich bizarr an. Aber in Asien schwören viele auf diese Praktik.

Es klingt schon sehr bizarr, ein Implantat unter der Haut des besten Stücks zu tragen. Doch in Indonesien wird dies bereits seit Jahrhunderten gemacht. Die Männer haben früher Muscheln benutzt, um diese zwischen Vorhaut und Schwellkörper einzusetzen. Die daraus resultierende Beule sollte die Partnerin beim Sex besser stimulieren und den "Träger" zu einem besseren Liebhaber machen. Auch auf den Philippinen, in Japan und in Kuba gibt es ähnliche Traditionen.

Heutzutage würde wohl niemand mehr auf die Idee kommen, eine Muschel zu verwenden – vielmehr sind es nun Perlen oder kleine Kugeln aus Plastik, Glas oder medizinischem Stahl. Und das sogenannte "Pearling" scheint immer öfter auch den Weg in westliche Länder zu finden.

Männer greifen selbst zum Messer

Oft wird der Eingriff von Piercing-Spezialisten oder einem Arzt durchgeführt. Doch laut einer US-Studie des "International Journal of Emergency Medicine" greifen Männer häufig auch selbst zum Messer oder zu anderen scharfen Gegenständen und versuchen, sich Kügelchen in ihren Penis einzusetzen. In Gefängnissen sei der Anstieg entsprechender Eingriffe sogar besonders auffällig.

Mediziner sehen diese Art der "Behandlung" äußerst kritisch und warnen davor, insbesondere "wenn keine saubere Ausrüstung dazu benutzt wird", sagt Dr. Tobias Köhler vom SIU Gesundheitswesen im US-Bundesstaat Illinois der britischen "Daily Mail". Es könne "zu Schädigungen der Harnröhre kommen und chronische Schmerzen verursachen", so Köhler. Als weitere mögliche Folgen der "Penis-Perlen", nennt der Mediziner Erektionsstörungen und Impotenz.

Die Wirkung ist nicht erwiesen

Köhler warnt vor den Eingriffen, egal ob sie von Amateuren oder von Medizinern durchgeführt werden, denn sogar wenn alles "absolut steril ist, gibt es trotzdem ein hohes Risiko einer Infektion oder dass etwas anderes schief geht". Und auch der vermeintliche Nutzen ist längst nicht belegt. Die kubanische Sexualtherapeutin Dr. Almudena López erklärt gegenüber dem Magazin "Vice", dass es in der weiblichen Anatomie überhaupt keine Grundlage für eine mögliche positive Wirkung der Perlen gebe.

"Um die Klitoris tatsächlich zu stimulieren, müsste die Perle ganz am Ende des Penis platziert werden", sagt López. "Das ist jedoch nie der Fall." Sie verweist allerdings darauf, dass sich große Teile der körperlichen Liebe im Kopf abspielen. Die berüchtigten Perlen könnten also zumindest "das Gehirn auf Touren bringen".

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