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Amokläufer von Michigan "Uber hat mein Leben ruiniert"

Sechs Menschen hat der Amokläufer von Michigan erschossen. Nun ist ein Brief aufgetaucht, in dem er angeblich seinem Ex-Arbeitgeber Uber die Schuld für seine Taten gibt.

Ein Mann, der Ende Februar sechs Menschen im US-Bundesstaat Michigan erschossen haben soll, schiebt die Schuld auf seinen Arbeitgeber, den umstrittenen Fahrdienstleister Uber. Er wolle das Unternehmen verklagen. "Uber hat mein Leben ruiniert", heißt es in der handgeschriebenen Klage, die der Lokalsender WDIT-TV veröffentlichte und die den Angaben zufolge bei einem Bezirksgericht eingegangen ist.

In seiner Klage fordert er nun zehn Millionen Dollar (rund neun Millionen Euro). "Ich habe jahrelang für Uber gearbeitet, und sie haben mich abgezockt", schreibt er dort. Unter anderem habe er kein Geld für Überstunden und kein Weihnachtsgeld erhalten, außerdem habe man ihn nie zu Firmenfeiern eingeladen. Auch seine Frau wolle sich nur wegen Uber von ihm scheiden lassen.

Ist das Schreiben wirklich echt?

Allerdings könnte die Klage auch eine Fälschung sein. "Das Schreiben ist bei uns eingegangen und hat eine Fallnummer bekommen", sagte ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ein Sheriff, der mit dem Fall vertraut sei, habe angerufen und seine Zweifel an der Echtheit bekundet. "Wir haben keinen Grund, den Angaben aus dem Büro des Sheriffs nicht zu glauben", sagte der Sprecher.

Zudem weise der Poststempel auf dem Brief, mit dem das Schreiben das Gericht erreicht habe, auf den Aufgabeort Philadelphia hin, während der Tatverdächtige in einem Gefängnis in Michigan sitze. Die Gefängnispost werde nicht über Philadelphia geleitet. Eine abschließende Prüfung gebe es aber noch nicht.

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Der 45-Jährige war am 21. Februar verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, sechs Menschen getötet und zwei verletzt zu haben. Am selben Tag hatte er noch Fahrgäste für Uber transportiert. Laut Polizeiakten erklärte er nach seiner Verhaftung, dass ihn das Unternehmen über sein Handy kontrolliert und zu den Taten getrieben habe.

Uber erklärte, der Mann habe erst seit Beginn des Jahres für sie gearbeitet und nicht wie behauptet mehrere Jahre. "Es ist schwer, jemandem zu antworten, der keine Verantwortung für seine eigenen Taten übernehmen will", erklärte die Firma gegenüber der "Detroit Free Press".

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