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62 Tote in Russland Die besondere Tragik beim Absturz der FlyDubai

Bei der missglückten Landung einer Maschine von FlyDubai kommen alle Insassen ums Leben. Zuvor kreist der Pilot zwei Stunden bei starkem Wind über dem Flughafen. Eine Frage lässt Experten rätseln.

Für die Angehörigen der Passagiere und für die relativ junge Billigfluggesellschaft FlyDubai ist es eine Katastrophe. Von den 55 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern des Fluges FZ981 von Dubai in die südrussische Stadt Rostow am Don überlebte niemand.

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Als die lediglich fünf Jahre alte Boeing 737-800 zur Landung ansetzte, herrschte extrem schlechtes Wetter auf dem russischen Flughafen. Das russische Katastrophenschutzministerium berichtete über schlechte Sicht, starken Regen und heftigen Wind mit bis zu 19 Meter pro Sekunde zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 1.50 Uhr MEZ.

Die Wetterbedingungen veranlassten die Piloten anderer Flugzeuge, umzukehren oder Ausweichflugplätze anzusteuern. Etwa die Crew einer Aeroflot-Airbus-Maschine, die nach drei Versuchen einen anderen Landeplatz auswählte.

Unglück in Russland: Dieses Video zeigt den Moment des Flugzeugabsturzes

 

Doch die FlyDubai-Piloten gingen das Risiko ein. Dabei sollten sie eigentlich gewarnt gewesen sein, denn auch sie hatten einen ersten Anflug wegen der schlechten Wetterbedingungen abgebrochen. Die Maschine kreiste den Radardaten zufolge zwei Stunden in der Luft, um dann erneut ausgerechnet die so gefährliche Piste anzusteuern. Das Manöver endete in einem Feuerball.

Keine Überlebenschance für die Passagiere

Nach Informationen des Branchendienstes avherald.com berührte eine Tragfläche dabei den Boden, worauf das Flugzeug zerbrach. In anderen Berichten heißt es, dass die Maschine bereits 250 Meter vor der Piste aufschlug. Nach Angaben der russischen Flugsicherheitsbehörden waren die Trümmer der Maschine weit verstreut. Die Menschen an Bord hatten offensichtlich keine Überlebenschance.

Für FlyDubai ist es der erste Absturz eines Flugzeugs aus seiner sehr modernen Flotte mit bisher rund 50 Maschinen. Die staatliche Airline der Vereinigten Arabischen Emirate ist quasi die Billig-Schwester der renommierten Fluggesellschaft Emirates, gehört aber nicht zur Emirates-Gruppe. Den Flugbetrieb nahm FlyDubai 2009 auf und hatte bisher eine tadellose Sicherheitsbilanz.

Video: Unglücksmaschine zog vor Absturz stundenlang Kreise

 

An Bord des Unglücksfluges von Dubai nach Südrussland sollen sich vor allem Urlaubspassagiere aus der russischen Region befunden haben. Angeblich waren auch einige Ausländer unter den Passagieren. Zu deren Nationalität gab es zunächst keine Angaben.

Scherwinde sind hoch riskant

In Branchenforen wird heftig darüber diskutiert, warum der Pilot nach dem ersten abgebrochenen Landeversuch anschließend rund zwei Stunden in etwa fünf Kilometer Höhe kreiste, um dann erneut den Landeversuch am gleichen Ort zu wagen. Eine Landung in tiefer Nacht, bei heftigem Bodenwind und Regen sei ein hohes Risiko, heißt es. In der Luftfahrt gab es wiederholt Unglücke durch sogenannte Scherwinde über der Landepiste. Dabei ändern sich plötzlich Windstärke und Windrichtung. So kann unvermittelt ein Auftrieb entstehen oder ein Flugzeug zu Boden gedrückt werden.

Nach Angaben von avherald.com hatte das Flugzeug insgesamt Treibstoff für achteinhalb Stunden Flug an Bord – das Unglück passierte nach gut sechs Stunden. Theoretisch hatte die Crew also genug Kerosin an Bord, um weiter zu warten oder einen anderen Flugplatz anzusteuern.

Die Fluggesellschaft FlyDubai veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl ausspricht und ihre Hilfe anbietet. Es sei derzeit nicht möglich, weitere Details zum Ablauf des Unglücks mitzuteilen, hieß es.

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